Strategie oder Taktik? Der Unterschied einfach erklärt

Strategie oder Taktik? Der Unterschied einfach erklärt

Die Strategie ist das Ziel, die Taktik der Weg dorthin. Eine Strategie legt fest, wo Ihr Unternehmen in drei bis fünf Jahren stehen soll und über welche Eckpunkte. Taktiken sind die einzelnen Maßnahmen im Tagesgeschäft, mit denen Sie diese Strategie umsetzen. Ohne Strategie bleiben Taktiken beliebig. Ohne Taktiken bleibt die Strategie Theorie.

Merkmal Strategie Taktik
Zeithorizont 3 bis 5 Jahre Tage bis Monate
Leitfrage Wohin wollen wir? Was tun wir diese Woche?
Beispiel In drei Jahren kommen 40 Prozent des Umsatzes aus Wartungsverträgen Ab Oktober bekommt jede Rechnung ein Infoblatt zum Wartungsvertrag
Wer entscheidet Geschäftsführung, selten und bewusst Team, laufend

Was genau ist eine Strategie?

Der Begriff ist uralt. Er geht auf die griechischen Wörter „Stratos“ (das Heer) und „Agein“ (führen) zurück. Wer ein Heer führt, plant nicht den nächsten Schritt, sondern den Feldzug. Genau darum geht es auch im Unternehmen.

In die Betriebswirtschaftslehre kam das strategische Denken über die Spieltheorie. Dort ist eine Strategie ein vollständiger Plan, der für jede denkbare Situation eine Antwort bereithält.

Ein Schachspiel macht das anschaulich. Erfolg hat, wer nicht nur den eigenen nächsten Zug sieht, sondern auch die Züge der Gegenseite mitdenkt. Dieser vorausschauende Plan ist die Strategie. Der einzelne Zug ist es nicht.

Für Ihr Unternehmen heißt das: Eine Strategie ist ein Bündel richtungsweisender Entscheidungen, keine akribische Detailplanung. Sie beantwortet, welche Kundinnen Sie gewinnen wollen, mit welchem Angebot und worauf Sie bewusst verzichten.

Was genau ist eine Taktik?

Eine Taktik ist eine einzelne Maßnahme auf dem Weg zum Ziel. Im Unternehmen sind das die täglichen operativen Aufgaben: die Kaltakquise am Dienstagvormittag, die neue Landingpage, das Messeangebot im Frühjahr, der Rabatt zum Quartalsende.

Taktiken haben kurze Ziele und sind schnell austauschbar. Wenn eine nicht funktioniert, ersetzen Sie sie. Das ist kein Scheitern, sondern der Sinn der Sache.

Woran Sie im Alltag erkennen, was was ist

Im Netz wimmelt es von Strategien, die keine sind. „10 Strategien für besseren Content“ oder „Mit 5 Strategien verdoppeln Sie Ihre Follower“: gemeint sind Taktiken. Das klingt nach Wortklauberei, hat aber Folgen. Wer Taktiken für Strategien hält, wechselt alle paar Wochen die Richtung und wundert sich, warum nichts greift.

Ein Praxistest mit drei Fragen. Nehmen Sie eine Maßnahme, die Sie gerade umsetzen, und prüfen Sie:

  • Wenn diese Maßnahme in sechs Monaten wegfällt, ändert sich dann Ihr Ziel? Falls nein, war es eine Taktik.
  • Können Sie in einem Satz sagen, auf welches Ziel sie einzahlt? Falls nein, fehlt darüber die Strategie.
  • Haben Sie diese Maßnahme gewählt, weil sie zum Ziel passt, oder weil andere sie auch machen?

Warum die Reihenfolge zählt

Ziele lassen sich nicht direkt in operatives Handeln übersetzen. Dazwischen fehlt sonst die Lenkung.

  • Ohne Ziele keine Strategie. Strategien sind langfristig angelegt und bestehen aus Maßnahmenbündeln, nicht aus Einzelmaßnahmen. Sie müssen in taktische Schritte heruntergebrochen werden.
  • Ohne Strategie keine Taktik. Taktiken beziehen sich auf die Strategie und bringen sie voran. Fehlt der Bezug, entsteht Aktivität ohne Wirkung.

Insofern ist die Strategie ein Plan mit Richtliniencharakter. Sie bündelt unternehmerische Entscheidungen und kanalisiert, wofür Zeit und Geld eingesetzt werden.

Ihr nächster Schritt

Wenn Sie beim Praxistest gemerkt haben, dass Ihre Maßnahmen auf kein gemeinsames Ziel einzahlen, liegt die Arbeit eine Ebene höher. Wie Sie aus Ihren Zielen eine Unternehmensstrategie entwickeln, mit Wettbewerbsvorteil, Kundennutzen und Positionierung als Fundament, steht in diesem Beitrag: Unternehmensstrategie entwickeln

Geht es Ihnen dagegen um die Umsetzung, ist ein Marketingplan der passende nächste Schritt: In 7 Schritten zum wirkungsvollen Marketingplan

Und falls Sie beim Sortieren jemanden brauchen, der von außen draufschaut und unbequeme Fragen stellt: In einem kostenfreien Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, wo Sie stehen und was der nächste sinnvolle Schritt ist: zum Online-Kalender

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Mindset-Tipps für die Existenzgründung

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DER 7-SCHRITTE-FAHRPLAN:

 
Viele Menschen haben großartige Gründungsgedanken. Und doch sind sie schon bei der Vorstellung all der notwendigen Schritte von der Geschäftsidee bis zum Launch des Unternehmens überwältigt. Dabei gibt es ein paar ganz einfache Tricks. Und darüber erfahren Sie in diesem Beitrag.

Ihr Mindset als Erfolgsfaktor

Ja, es lässt sich nicht abstreiten, dass aller Anfang schwer ist und dass ein Business-Aufbau nicht über Nacht erfolgt. Es stecken einige Monate oder auch Jahre an Arbeit, Kreativität, Innovation, Freude, Korrekturzyklen, Optimismus, Niederlagen, Anpassungen etc. in diesem spannenden Entwicklungsprozess. Was allerdings super-hinderlich ist, sind ausbremsende, limitierende Glaubenssätze!

Kommen auch Ihnen solche Gedanken bekannt vor: „Das schaff ich doch niemals“ oder „Ich habe dafür gar nicht genug Wissen“ oder „so wie XY das macht, bekomme ich es nie hin“? Ja, solche Gedanken können ziemlich hinderlich sein. Wussten Sie, dass genau solche negativen Glaubenssätze zu den stärksten Wachstumsbremsen von Business-Starter:innen gehören? Ihr Mindset ist also ein entscheidender Erfolgsfaktor – oder eben auch nicht… Und daran gilt es zu arbeiten!  🥳

Verschieben Sie also Ihren Fokus und sagen Sie sich „Ich schaffe das!“ 😎 Und dazu gibt es noch ein sehr hilfreiches Zauberwort: KLARHEIT. Denn die ist genau in dieser Phase sehr wichtig und entscheidend für den weiteren Verlauf. Starten Sie also Ihren Business-Aufbau mit Motivation, ganz viel Klarheit und einem genauen Fahrplan, der Sie unterstützt. So können Sie mit einem soliden Fundament endlich durchstarten.

So funktioniert der Business-Aufbau

➡️ Schritt 1: Der ultimative Trick lautet: Zäumen Sie das Pferd von hinten auf und überlegen Sie sich erstmal, wo Sie mit Ihrem Business hin möchten. Was ist also genau Ihr Ziel? Wie soll das Business sein? Wie wäre der Arbeitsalltag, wenn Sie Ihr erfolgreiches Unternehmen an den Start gebracht haben?

 ➡️ Schritt 2:  Im nächsten Schritt geht es darum, sich Teilziele zu setzen: Welche einzelnen Teilaufgaben sind notwendig, damit Sie Ihr gesetztes Ziel erreichen? Am besten schreiben Sie – wie in einem Brainstorming – erstmal alle Ideen unsortiert auf. Was muss alles erledigt werden, damit Sie zum Ziel kommen?

➡️ Schritt 3: Jetzt wird Ordnung reingebracht und Sie bilden für Ihre notierten Ideen thematische Oberbegriffe wie zum Beispiel: Angebot, Zielgruppe, Markt, Wettbewerb, Positionierung, Marketing, Verkaufsstrategie, Werbung etc.

➡️ Schritt 4: Für jeden Oberbegriff nehmen Sie sich anschließend etwas Zeit und definieren die Teilschritte, die für die jeweilige Aufgabe notwendig sind.

➡️ Schritt 5:  Setzen Sie sich für den Start Ihres Unternehmens einen festen, unveränderbaren Termin. Eine gute Orientierung sind 3-6 Monate. Diesen Termin vermerken Sie in Ihrem Kalender und schreiben Ihn auf ein großes Blatt Papier, das an Ihrem Arbeitsplatz befestigt wird.

➡️ Schritt 6: Erstellen Sie nun einen Zeitplan: Was gehen Sie als erstes, zweites, drittes (…) an? Wann genau werden Sie welche Aufgabe erledigt haben?

➡️ Schritt 7: Legen Sie los! Hilfreiche Tools zum Loslegen sind die Pomodoro-Technik und die 72 Stunden Regel.

Fazit

In einem chinesischen Sprichwort heißt es: „Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“ Wenn Ihnen etwas zu groß erscheint, dann lassen Sie sich nicht einschüchtern.

Also, legen Sie los! Sie packen das. 

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