Existenzgründung – Schritt für Schritt erklärt

Existenzgründung Schritt für Schritt erklärt - Wie selbstständig machen in der Praxis aussieht

Existenzgründung – Schritt für Schritt erklärt

WIE SELBSTSTÄNDIG MACHEN IN DER PRAXIS AUSSIEHT:

Was brauche ich alles, um mich selbstständig zu machen?
Sich selbstständig machen – das kann jede Person, die volljährig ist. 😊 Für den Start reicht meistens eine Gewerbeanmeldung. Die erfolgreiche Gründung eines Unternehmens benötigt, neben der guten Idee und einer Portion Mut, auch eine durchdachte Planung und Organisation. Heute zeige ich Ihnen alle Schritte bis zur erfolgreichen Gründung.

Wie selbstständig machen (nicht) funktioniert

Weil oft die Frage auftaucht, möchte ich Ihnen heute den Weg von der zündenden Geschäftsidee bis hin zum ersten Kunden bzw. Kundin vereinfacht beschreiben.

Das Befolgen der Schritte ist natürlich keine Erfolgsgarantie, kann Ihnen aber möglicherweise den einen oder anderen Rückschritt während der Gründung ersparen. Hier gibt es nun den Schnelldurchlauf: Acht Schritte in die Selbstständigkeit. 😊

meine Existenzgründung : Wie selbstständig machen in der Praxis aussieht

8 Schritte in die Selbstständigkeit

➡️ Schritt 1: Geschäftsidee entwickeln

Wenn Sie diesen Text hier lesen, werden Sie vermutlich schon eine grobe Vorstellung von Ihrem zukünftigen Business haben. Die Idee ist der Ausgangspunkt für die Planung Ihrer Selbstständigkeit.

Befinden Sie sich noch in der Phase der Ideenfindung? Dann holen Sie am besten direkt Zettel und Stift (oder Tablet und Pencil 😉 ) raus, und beantworten die folgenden Fragen: Was ist Ihre Passion? Was können Sie gut? Was motiviert Sie? Welche Menschen (Zielgruppe) möchten Sie mit Ihrem Angebot ansprechen? Welches Problem können Sie professionell lösen? Welches Produkt bzw. welche Dienstleistung fehlt auf dem Markt oder könnte verbessert werden?

Es kann hilfreich sein, die Geschäftsidee mit dem „Business Model Canvas“ zu entwickeln. Das „BMC“ ist ein vielseitig einsetzbares Tool und unterstützt Sie dabei, sich einen Überblick über die wichtigsten Schlüsselfaktoren Ihres Geschäftsmodells zu verschaffen.

 

➡️ Schritt 2: Businessplan schreiben

Er ist notwendiger Bestandteil des Gründungsprozesses, gehört aber nicht wirklich zu den Lieblingsbeschäftigungen: Der Businessplan. Ich weiß, ich weiß, allein der Name suggeriert ein „Planen“ und „sich festlegen“. Aber auch dieser Schritt gehört dazu, und ich verspreche Ihnen, dass der Ruf schlechter ist als das Erstellen an sich 😊. Denn der Geschäftsplan unterstützt Gründer:innen in allen wichtigen Bereichen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Branche und Wettbewerb analysieren, Stärken und Schwächen (SWOT-Analyse) herausfinden, Marketingstrategie entwickeln und Maßnahmen ableiten, Finanzplanung, Rechtsform – und vieles mehr. Zudem schützt der erstellte Geschäftsplan auch vor einer möglichen Verzettelung. Er schafft Struktur, liefert Klarheit über Chancen sowie Risiken und dient auch als Fahrplan und wichtiges Steuerelement.

 

Wie Sie einen sattelfesten Businessplan erstellen, und worauf es wirklich ankommt, erfahren Sie auch in meinem Workbook „me and my businessplan“. Und Sie lernen, was Sie ggf. in Ihrer bisherigen Konzeption anpassen sollten, um eine solide Grundlage für Ihren Erfolg als Gründer:in oder Selbständige:r zu schaffen. Zudem gibt es gratis eine Businessplan Vorlage als Word Dokument, so dass Sie schnell und einfach einen Businessplan erstellen können.

➡️ Schritt 3: Rechtsform wählen und ggf. Genehmigungen einholen

Wenn Sie diesen Text hier lesen, werden Sie vermutlich schon eine grobe Vorstellung von Ihrem zukünftigen Business haben. Die Idee ist der Ausgangspunkt für die Planung Ihrer Selbstständigkeit.

Befinden Sie sich noch in der Phase der Ideenfindung? Dann holen Sie am besten direkt Zettel und Stift (oder Tablet und Pencil 😉 ) raus, und beantworten die folgenden Fragen: Was ist Ihre Passion? Was können Sie gut? Was motiviert Sie? Welche Menschen (Zielgruppe) möchten Sie mit Ihrem Angebot ansprechen? Welches Problem können Sie professionell lösen? Welches Produkt bzw. welche Dienstleistung fehlt auf dem Markt oder könnte verbessert werden?

Es kann hilfreich sein, die Geschäftsidee mit dem „Business Model Canvas“ zu entwickeln. Das „BMC“ ist ein vielseitig einsetzbares Tool und unterstützt Sie dabei, sich einen Überblick über die wichtigsten Schlüsselfaktoren Ihres Geschäftsmodells zu verschaffen.

 

➡️ Schritt 4: Feedback einholen

Nachdem Sie den Businessplan erstellt haben, sollten Sie unbedingt noch Zeit für ein konstruktives Feedback einplanen. Jetzt bitte keine Schnappatmung – auch das klingt anstrengender als es ist 😎 . Trotzdem sollten Sie diesen Schritt nicht auslassen. Denn Rückmeldungen von Freund:innen, einem Mentor bzw. einer Mentorin zu den eigenen Gedanken und Ideen zu erhalten, kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Der Grund dafür: Eine außenstehende Person betrachtet Ihren Plan anders, objektiver und eventuell sogar professioneller als Sie selbst. Zudem hat ein:e unvoreingenomme:r Betrachter:in möglicherweise eine bessere Kundenperspektive. Und so können Sie Unklarheiten im Konzept aufdecken und mögliche Fragen berücksichtigen. Würde die Person Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung kaufen? Warum oder warum nicht

Wen Sie sich zur Beurteilung des Businessplans hinzuziehen, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Ich empfehle, eine kritikfähige Person zu wählen, die Ihnen emotional nicht zu nahe steht.

Sollte Ihnen keine passende Person einfallen: Ich unterstütze Sie gerne 😃. Zudem gibt es mein ehrliches Expertinnen-Feedback, unternehmerisches Fachwissen und on top eine fachkundige Stellungnahme zu Ihrem Business Vorhaben. Klingt interessant? Hier geht’s direkt zum Angebot Businessplan-Check. 😊

 

 

➡️ Schritt 5: Gewerbe anmelden

Bevor es mit dem operativen Geschäft losgehen kann, ist bei den meistens noch die Gewerbeanmeldung erforderlich, um der selbstständigen Tätigkeit einen formal korrekten Rahmen zu geben. Denn nur wer sein Business ordnungsgemäß anmeldet, darf dieses auch rechtmäßig betreiben. Dabei ist die Gewerbeanmeldung, je nach gewählter Branche, an bestimmte Voraussetzungen und Auflagen gebunden.

Sollte die geplante Tätigkeit zu den so genannten „freien Berufen“ gehören, dann ist keine Gewerbeanmeldung notwendig. Für Freiberufler:innen , wie beispielsweise Künstler:innen, Journalist:innen, Rechtsanwält:innen oder Ärzt:innen ist der erste Schritt zur Selbstständigkeit nicht der Gang zum Gewerbeamt, sondern die Anmeldung beim zuständigen Finanzamt.

Um sicherzugehen, ob die Bezeichnung des Freiberuflers bzw. der Freiberuflerin für Sie infrage kommt, sollten Sie eine Steuerberatung um dessen Einschätzung bitten. Weitere Infos zu den „Katalogberufen“ finden Sie hier.

➡️ Schritt 6: Geschäftskonto eröffnen, Versicherungen prüfen

Ich empfehle Ihnen, von Anfang an berufliche und private Ausgaben zu trennen. So behalten Sie den Überblick und vereinfachen die Buchführung. Viele Banken bieten eine große Auswahl an Geschäftskonten für Gründer:innen, Selbstständige und Unternehmen. Machen Sie sich am besten im Vorfeld Gedanken über Ihre individuellen Anforderungen an die Bank und vergleichen Sie dann die Preis-Leistungs-Verhältnisse.

Zudem ist ein Versicherungs-Check wichtig. Für die meisten Selbstständigen ist es zunächst wichtig, sich zwischen privater und gesetzlicher Krankenkasse zu entscheiden. Hinzu gibt es, je nach Branche, zusätzliche Versicherungen, die für Sie als Gründungsperson relevant sind.

Anna Gottschalk - Ihr Startschuss ins eigene Business

➡️ Schritt 7: Kreativ werden, Logo, Visitenkarten und Website erstellen (lassen) 

Nun geht es um die visuelle Identität Ihres Unternehmens. Über den optischen Auftritt machen sich Außenstehende und (potenzielle) Kund:innen einen ersten Eindruck. Und bekanntlich ist es der erste Eindruck, der zählt – und idealerweise im Kopf bleibt.

Neben passend eingerichteten Geschäftsräumen, je nach Zielgruppe entsprechenden Visitenkarten, ist es heutzutage fast unerlässlich, eine Website mit Online Portfolio zu haben. Denn sie ist als virtuelles Aushängeschild für die Kundengewinnung das A und O zum Start in die Selbstständigkeit. Lassen Sie sich ggfs. professionell hinsichtlich Stil, Inhalt und rechtlichen Rahmenbedingungen beraten oder beauftragen Sie eine Agentur bzw. eine:n Grafikdesigner:in für die komplette Umsetzung. Alternativ machen Sie sich selbst ein Bild von möglichen Website-Baukästen und Providern, um Ihren Internetauftritt selbst zielmarktkonform aufzubauen.  

➡️ Schritt 8: Marketingmaßnahmen starten

Nachdem Sie sich bestimmt in Ihrem Businessplan ausführlich mit den 4 Ps des Marketing und der zentralen Fragen des Marketing-Mix beschäftigt haben, geht es nun an den operativen Teil. Nochmal kurz zur Erinnerung: Die Kernfrage des 4P-Marketing-Mix ( = Product, Price, Place, Promotion) lautet: Welche Maßnahmen möchten Sie einsetzen, damit das Angebot am Zielmarkt erfolgreich wird?

Mit der fertigen Marketingstrategie, also dem auf einen bestimmten Zeitraum ausgelegten Plan, in der Tasche kann es nun richtig losgehen 🥳. Und um die richtigen Kund:innen zu gewinnen, sollte jetzt die zielgruppenkonforme Werbetrommel gerührt werden: online oder offline Anzeigen schalten, sich in Suchmaschinen platzieren, in den passenden Social-Media-Kanälen präsent sein, Content entwickeln, Ausbau und Pflege von Netzwerken, offline Akquise betreiben – und und und. Ich zeige Ihnen hier, wie frisch gebackene Unternehmer:innen eine Social-Media-Strategie entwickeln.

Wie Selbstständig machen funktionieren kann – mein Fazit

Das war’s! 😃 Sind diese acht Schritte getan, sind Sie schon mal gut aufgestellt und bestens für die Laufbahn als Unternehmer:in vorbereitet. 💪 Allerdings heißt das nicht, dass Sie sich von nun an zurücklehnen können. Die Gewinnung des ersten Kunden bzw. der ersten Kundin kann sich besonders zu Beginn wie eine unlösbare Challenge anfühlen. Zudem gibt es einige fachliche, technische oder auch persönliche Herausforderungen, die immer mal aus dem Nichts auf dem als steinig erscheinenden Weg auftauchen – auch ich kann davon ein Lied singen. Manchmal kommt dann ein Gefühl der Überforderung, und es ist nicht immer einfach, zwischen den äußeren Anforderungen, persönlichen Ansprüchen, eigenen Bedürfnissen und dem, was gerade möglich ist, eine Balance zu finden. Auch in meiner Laufbahn ist nicht immer alles glatt gegangen. Was mir geholfen hat? Akzeptanz und ggf. ein Kurswechsel, meine schlüssige Strategie mit Masterplan, klare Strukturen und Auszeiten. Ergänzend dazu meine Tatkraft, hier und da Expert:innen an der Seite und ein hilfreiches Netzwerk. Wie gesagt, braucht die Unternehmensgründung neben der Geschäftsidee eine gute Portion Mut – und manchmal auch die Bereitschaft, das eigene Mindset zu hinterfragen bzw. daran zu arbeiten. Wenn Sie eine professionelle Gesprächspartnerin suchen bzw. Interesse daran haben, an Ihrem Mindset zu arbeiten, dann gerne bitte hier entlang. 😊

Last but least : Keine:r wird über Nacht Expert:in in allen Bereichen. Scheuen Sie sich also bitte nicht, Unterstützung in Anspruch zu nehmen oder sich Partner:innen mit ins Gründungsboot zu holen. 🛳  Denn die Unternehmensgründung ist mit vielen Fragen verbunden. Ich helfe Ihnen gerne bei der Beantragung von Beratungsförderung oder Zuschüssen, wie zum Beispiel dem Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld. Ebenfalls unterstütze ich Sie bei der Erstellung des Businessplans oder offenen Fragen zu Ihrer Gründung. 👋

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Gute Vorsätze – 9 Tipps für die erfolgreiche Umsetzung

Blog - gute Vorsätze - Tipps für die Umsetzung

Gute Vorsätze – 9 Tipps für die erfolgreiche Umsetzung

WIE SIE IHREN GUTEN VORSÄTZEN ZUM ERFOLG VERHELFEN:

Ja, da ist es wieder: „Same procedure as every year“ … jedes Jahr dasselbe Spiel. Ob beim Dinner for One („Cheerio Miss Sophie“), dem traditionellen Feuerwerk oder den guten Vorsätzen. Und nachdem Miss Sophies Butler sich wieder von seiner besten Seite gezeigt hat, und das kleine private Feuerwerk geglückt ist, fassen wir gute Vorsätze für unsere Zukunft.

Und was alles auf unserer Liste steht: weniger Stress, mehr Sport, mit dem Rauchen aufhören, eine gesündere Ernährung oder endlich das eigene Business zum Laufen bringen. Ist es nicht interessant, wie wir eigentlich immer wieder zum Jahresbeginn versuchen, im Leben etwas umzukrempeln? Heute gibt es erprobte Tipps für den Umgang mit Ihren Vorsätzen, damit auch Ihre gesetzten Ziele zu nachhaltigen Veränderungen werden.

Neujahr, die guten Vorsätze und der eiserne Wille

Ja, besonders die Zeit zwischen den Jahren eignet sich, um innezuhalten, eine Bilanz zu ziehen und neue Ziele ins Auge zu fassen.

Und dann starten wir voller Motivation in Richtung der neu gesetzten Ziele. Doch der eiserne Wille, mit dem wir durchstarten, löst sich in der Regel rasch auf. Und so ist es spätestens nach drei Wochen mit dem starken Willen, der großen Motivation und den guten Vorsätzen vorbei.

Vorsätze 9 Tipps für die Umsetzung

Schon wieder ist die besinnliche Zeit zwischen den Jahren durch den hektischen Alltag ersetzt worden 🙈. Und wir beginnen, die ersten Ausnahmen zu machen:

 ➜ „Da draußen ist es mir heute zu kalt. Einmal nicht Laufen gehen, wird schon nicht schlimm sein.“

➜ „Ein kleines Stück Schokolade gönne ich mir heute mal. Einmal ist keinmal.“

➜ „Heute fehlt die Energie für s Fitnessstudio. Aber morgen gehe ich bestimmt wieder hin.“

… Wir alle kennen solche Sätze in den unterschiedlichsten Ausführungen. 😉 Oder nicht? 

9 Tipps, damit gute Vorsätze gewünschte Ergebnisse bringen

Dass sich nach ein paar Tagen oder Wochen die alten Gewohnheiten wieder eingeschlichen haben, muss nicht sein. Damit auch Ihre Vorsätze zu nachhaltigen Veränderungen werden, ist es notwendig, ein paar wichtige Dinge zu beachten.

➡️ Im Folgenden finden Sie daher neun Tipps, mit denen aus Ihren Vorhaben am Ende auch die gewünschten konkreten Ergebnisse werden können:

  1. Fokussieren Sie sich auf ein bis maximal drei Vorsätze. Zu viele Vorhaben können dazu führen, dass Sie sich verzetteln oder sich schnell überfordert fühlen.
  2. Formulieren Sie das Ziel konkret. Überlegen Sie sich genau, wann und wie Sie das Ziel erreichen wollen. Hilfreich ist dabei die Verwendung der SMART-Methode.
  3. Halten Sie Ihr definiertes Ziel schriftlich fest. Das schafft Verbindlichkeit, stärkt das Gefühl der inneren Verpflichtung und ist viel kraftvoller, als nur das Denken daran.  (Ja, versuchen Sie es mal … Sie wissen bestimmt sofort, was ich meine 😊).
  4. Setzen Sie sich Zwischenziele. So können Sie beim Erreichen dieser Milestones besser spüren, wie Sie vorankommen.
  5. Der Weg zum Ziel kann uneben sein. Seien Sie sich daher bewusst, dass es auch Rückschläge geben wird. Erinnern Sie sich in diesen Fällen an die Motivation, mit der Sie gestartet sind.
  6. Wichtig ist, an dem einmal gefassten Plan festzuhalten. Es kann hilfreich sein, Freunde oder Bekannte mit in das Vorhaben einzubinden und sie über die Ziele zu informieren. Viele Menschen fühlen sich dadurch stärker verpflichtet.
  7. Feiern Sie Erfolge, und belohnen Sie sich, wenn Sie Ihre Milestones erreicht haben.
  8. Halten Sie Ihre Fortschritte schriftlich fest. Entweder verwenden Sie dafür Zettel und Stift. Alternativ sind Apps wie OneNote, Evernote oder Notion auch sehr hilfreich.
  9. Haben Sie Freude beim Umsetzen Ihres Neujahr-Vorsatzes. Der Anfang ist oftmals stockend, aber genießen Sie trotzdem einzelne Momente. Freuen Sie sich darauf, dass Sie mit Ihrem Vorsatz eine wichtige Voraussetzung für Neues geschaffen haben. 🥳

Fazit

Ich bin mir sicher, dass Sie nun für die Umsetzung bestens vorbereitet sind. Sollte Ihr Vorhaben nicht auf Anhieb funktionieren, seien Sie bitte nicht frustriert. Denn genau genommen bieten sich auch im neuen Jahr 365 Chancen das Leben zu verändern. ☀️ Prinzipiell ist Silvester dafür nicht besser oder schlechter geeignet als irgendein anderer Zeitpunkt.  😊

Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg beim Umsetzen Ihrer guten Vorsätze. 👋

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SMART-Methode – Ziele richtig formulieren und erreichen

4 Fragen Jahresrückblick - by Anna Gottschalk

SMART-Methode – Ziele richtig formulieren und erreichen

WIE SIE IHRE ZIELE FESTLEGEN UND UMSETZEN:

Erst wenn wir wissen, welches Ziel angestrebt werden soll, lassen sich daraus eine strukturierte Vorgehensweise und konkrete Maßnahmen ableiten. Die SMART-Methode unterstützt dabei, Ziele zu formulieren und somit den eigenen Projekten zum Erfolg zu verhelfen. Und genau darum geht es heute in diesem Beitrag. 😊

Was ist die SMART-Methode?

Die SMART-Methode ist eine Technik, um Ziele zu definieren und erfolgreich umzusetzen. Sie unterstützt dabei, Ihre Ziele so zu formulieren, dass sie unmissverständlich und eindeutig sind. Je konkreter Sie Ihre Ziele bestimmen, desto genauer können Sie planen und Ihre persönliche oder unternehmerische Performance optimieren. Klingt gut, oder?

Also wollen Sie auf umsetzungsstarke und tragfähige Ziele setzen? Dann ist es hilfreich, nach der SMART-Methode zu verfahren. 😎 Dabei ermitteln Sie, wie konkret und realistisch das Ziel ist. Dazu wird geprüft, ob es spezifisch, messbar, ansprechendrealistisch und terminiert ist. Werden diese Kriterien erfüllt, ist es ein SMART-Ziel und es ist damit wahrscheinlicher, dass sich dieses Ziel auch tatsächlich erreichen lässt.

Die SMART-Formel ist ein englisches Akronym und steht für:

S PECIFIC = spezifisch, klar und präzise formulierte Ziele, die unmissverständlich sind

M EASURABLE = messbar, festgelegte Messzahlen

A TTRACTIVE = attraktiv und ansprechend, um die Ziele erstrebenswert zu machen

R EALISTIC = realistischer Rahmen, mit verfügbaren Ressourcen erreichbar

T IME-BOUND = terminiert, Ziele sollen im definierten Zeitrahmen realisierbar sein

👉 So wird im Rahmen des SMART-Modells beispielsweise die „Gewinnung von X neuen Kund:innen bis Datum durch eine neue Anzeigenkampagne auf Social Media-Kanal Y“ festgelegt, statt „Neukundengewinnung“ als grobes Ziel zu verfolgen.

SMART-Methode – die W-Fragen

Weil die meisten unserer Ziele komplex sind, lassen sie sich idealerweise in kleinere Teilziele unterteilen. Dabei ist es hilfreich, sich bei der Anwendung der SMART-Methode folgende W-Fragen zu stellen:

  • Was soll erreicht werden?
  • Warum soll es erreicht werden?
  • Wer ist daran beteiligt?
  • Wo soll dieses Ziel erreicht werden?
  • Welche Anforderungen oder Einschränkungen gibt es?

 👉 Manchmal sind für ein Projekt nur spezifische W-Fragen relevant. Gehen Sie sie einfach durch. So stellen Sie auch sicher, dass nichts vergessen wurde und alles für Sie und andere beteiligte Personen transparent und nachvollziehbar bleibt.

👉 Die Zielerreichung erkennen Sie dann daran, dass alle fünf geforderten SMART-Ziele erfüllt sind.   😊

Beispiel für die SMARTMethode – die W-Fragen

Ein Beispiel für die SMART-Methode ist das schon weiter oben erwähnte Ziel „Gewinnung von X neuen Kund:innen bis Datum durch eine neue Anzeigenkampagne auf Social Media-Kanal Y“.

Damit würden die W-Fragen der SMART-Methode folgenden Ansatz bedeuten:

  • Was: Was bedeutet in diesem Zusammenhang „neue Anzeigenkampagne ”?
  • Warum: Worin liegt der Sinn dieser Verbesserung und welchen Nutzen bringt die Veränderung dem Unternehmen? à„Gewinnung von X neuen Kund:innen“
  • Wer: Wer muss welche Maßnahmen ergreifen?
  • Wo: Wo werden die Maßnahmen durchgeführt?
  • Welche: Welche Anforderungen oder Einschränkungen gibt es?

Fazit

Ziele geben uns eine Richtung vor. Sie schaffen Klarheit und Fokussierung in unserem Bewusstsein – und auch Unterbewusstsein. Sie sind unverzichtbar für den Erfolg. Ohne ein festes Ziel vor Augen, können wir nur sehr schwer ankommen oder messen, wie nahe wir dem Ziel schon sind. Und wenn wir dann unser Ziel erreicht haben, dann machen sie zufrieden – und steigern das Selbstvertrauen. 😊

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Festlegung und Erreichung Ihrer Ziele.  👋

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Jahresrückblick – vier Fragen für einen persönlichen Rückblick

4 Fragen Jahresrückblick - by Anna Gottschalk

Jahresrückblick – vier Fragen für einen persönlichen Rückblick

BILANZ AM JAHRESENDE – SO WAR 2022:

Auch wenn sich eigentlich vom 31. Dezember auf den 1. Januar nicht viel ändert, so bietet dieser kalendarisch konstruierte Moment die Möglichkeit, einen bestimmten Zeitraum in unserem Leben zu reflektieren und zu fragen: Was ist passiert? Und wie finde ich das eigentlich?

Wie gut, dass über die Weihnachtstage und „zwischen den Jahren“ idealerweise Zeit bleibt für ein paar Gedanken, die über das Jetzt hinausgehen. Denn es kann auch sehr interessant sein, sich noch einmal zu vergegenwärtigen, was das Jahr alles gebracht hat. 😃

Wozu einen Jahresrückblick?

Ja, der Jahresendspurt steht an. Denn es sind noch genau 10 Tage, und dann ist auch das Jahr 2022 schon wieder Geschichte.

Und weil wir nicht mehr viel Zeit in diesem Jahr übrig haben 😉, fasse ich mich jetzt kurz:

Dieses Jahr war besser, als Sie denken!  🥳 Und dieser Jahresrückblick hilft Ihnen dabei.

Jahresrückblick

Jahresrückblick – die vier Fragen

Holen Sie sich am besten erstmal einen Kaffee oder Tee ☕️, kramen Sie Ihr Lieblingsnotizbuch raus (bzw. öffnen Sie eine Notiz in Ihrem Smartphone oder Tablet), und schreiben Sie Ihre Antworten für die folgenden Fragen auf.
Übrigens sind Stichpunkte völlig ausreichend. Aber es ist wichtig, dass Sie wirklich alles schriftlich festhalten. Das ist viel kraftvoller, als wenn Sie es nur denken. (Probieren Sie es aus und Sie wissen direkt, was ich meine). Zudem zeigen die Notizen auf, wie viel Sie tatsächlich erreicht und geschaffen haben.

➡️ Frage 1: Was habe ich in diesem Jahr erlebt, erschaffen oder gemacht, auf das ich stolz bin?

Hier zählt nicht Masse, sondern Klasse. 😎 Es geht um die kleinen und großen Dinge oder Ereignisse, die für Sie eine besondere Bedeutung haben:

  • Herausforderungen, die Sie mutig angegangen sind oder
  • Aufgaben, die Sie sich so lange vorgenommen und endlich erledigt habe sowie
  • Gewohnheiten, die Sie sich angewöhnt bzw. abgewöhnt haben.

Sollte Ihnen nicht so viel einfallen, dann ist es oft hilfreich, rückblickend den Kalender, eigene Fotos oder Nachrichten zu durchforsten. Schauen Sie sich in Ruhe Ihre Reisen, Termine und Erlebnisse an und lassen Sie sich inspirieren.

👉 Ich empfehle Ihnen, sich die Zeit zu nehmen, um alle Dinge aufzuschreiben, die Ihnen einfallen. Es ist ein tolles Gefühl, später auf diese Fülle zu blicken.

➡️ Frage 2: Was hat sich seit Beginn des Jahres geändert?

Diese Frage können Sie noch umfangreicher beantworten. Bitte gehen Sie die folgenden Bereiche durch und überlegen Sie, was sich geändert hat:

  1. Beziehungen (Partner:in, Familie, Freundschaft)
  2. Gesundheit
  3. Arbeit und Ihre persönliche bzw. unternehmerische Mission
  4. Lebensstil, Hobbies, Aktivitäten
  5. Gefühle und Mindset
  6. Spiritualität

Folgende Fragen können unterstützen:

An welchem Punkt stand ich genau vor einem Jahr? Was hat sich rein faktisch und / oder äußerlich erkennbar verändert? Was hat sich emotional geändert oder gibt es neue Sichtweisen, Perspektiven, Meinungsbilder?

Wie fühle ich mich in meinen geschäftlichen, privaten, zwischenmenschlichen Beziehungen? Habe ich die Beziehungen, die mich zufrieden machen? Wie fühle ich mich körperlich? Mache ich regelmäßig Sport und ernähre ich mich weitgehend gesund? Bringt mir mein Job mehr oder weniger Freude? Bin ich zufrieden mit dem, was ich verdiene? Sehe ich einen Sinn in meiner Arbeit – bzw. einem privaten Projekt? Gönne ich mir Auszeiten – und wenn ja wie? Bin ich zufrieden, wie und wo ich lebe? Macht es mir Freude, mit wem und wie ich meine Zeit verbringe? Stehe ich zu mir und meinen Werten? Sorge ich gut für mich? Wie fühle ich mich im Vergleich zu letztem Jahr um diese Zeit?

Unterstützen mich meine Gedanken, bringen sie mich nach vorn oder ziehen sie mich runter? An was glaube ich? Was stützt mich?

👉 Bestimmt fallen Ihnen gerade ein paar Punkte ein, die Sie im nächsten Jahr gerne ändern würden? Super, dann können wir direkt mit der 3. Frage weitermachen. 😊

➡️ Frage 3: Welche Fehler habe ich gemacht, aus denen ich lernen kann?

Fehler sind wichtige Helfer. Denn sie erweitern unsere Perspektive und lassen uns wachsen. Wir lernen aus diesen Erfahrungen und erweitern unseren Horizont. Und Fehler wollen gehört und gesehen werden. Deshalb werden diese nun – rückblickend und mit etwas zeitlicher Distanz – aufgeschrieben. 😊

Folgende Fragen können unterstützen:

Welche Erkenntnisse haben Sie aus den Fehlern gewonnen, die Sie weiterbringen und die Sie zukünftig unbedingt berücksichtigen sollten?

👉 Achtung: Hier geht nicht um Perfektion. Sondern es geht darum, die Lektionen zu erkennen die uns begegnet sind, daraus zu lernen und gute bzw. passende Lösungen für die Zukunft zu finden.

➡️ Frage 4: Was bin ich bereit loszulassen?

Damit Sie Ihre Altlasten nicht mit ins neue Jahr nehmen, ist die vierte und letzte Frage sehr wichtig. Gehen Sie daher bitte die zwei Punkte ehrlich durch, und machen Sie sich dazu Notizen:

Die nicht beendeten To-dos: Nennen Sie die Dinge, die Sie schon seit Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren erledigen wollen, aber noch immer nicht erledigt haben. Was wartet noch auf den Abschluss?

Tataaaa: Jetzt ist genau der Zeitpunkt für eine Planung, damit es endlich an die Umsetzung geht! Die Pomodoro-Technik könnte Ihnen dabei helfen. Alternative: Lassen Sie die unerledigten To-dos endlich los. Vielleicht ist Ihnen unterbewusst bereits klar, dass Sie sie wahrscheinlich eh nie umsetzen würden.  

Emotionen, die in die Jahre gekommen sind: Gibt es Ärgernisse, Enttäuschungen, Unmut, Verletzungen, die Sie noch immer mit sich rumschleppen, die Sie endlich mal loslassen könnten? Welche Schuldgefühle und/oder Unannehmlichkeiten belasten Sie? Wo schwelen Konflikte, die Sie ansprechen und klären sollten? 

Yeah! 🥳 Das ist ein guter Moment, limitierende Glaubenssätze aufzulösen. ✌️ Wussten Sie, dass ausbremsende, limitierende Glaubenssätze zu den stärksten Wachstumsbremsen von Business-Starter:innen, Unternehmer:innen und ihren Unternehmen gehören. Sie sind tückisch, denn sie tarnen sich geschickt. Sie tun so, als seien sie die legitime Wahrheit – in Stein gemeißelte Realität. Aber eigentlich sind sie oftmals einfach nur falsch oder „fake news“ 😎 vom Gehirn.

Also, seien Sie ehrlich zu sich selbst: Welche Überzeugungen stehen dahinter, die Sie sich immer mal vorgaukeln, die Ihnen aber nicht wirklich weiterhelfen? Vielleicht glauben Sie, dass Sie zu alt, zu jung, zu langsam, zu wenig erfolgreich sind? Mit welchen Glaubenssätze stehen Sie sich selbst im Weg? Sind Sie wirklich frei von negativen Glaubenssätzen?

👉 Und bitte: Lassen Sie endlich die alten, längst verstaubten negativen Glaubenssätze los! Denn erst, wenn Sie loslassen werden Sie bemerken, was Sie wirklich zurückgehalten hat.

Fazit

Da ist er, der Jahresendspurt. Denn es sind noch genau 10 Tage, und dann ist auch das Jahr 2022 schon wieder Geschichte. 📆 Viele Unternehmer:innen nutzen die Zeit, um Bilanz zu ziehen – für das Unternehmen und für sich selbst. Die hier aufgeführten Fragen können für den individuellen Jahresrückblick hilfreich sein.

Oft sind wir uns selbst gegenüber zu kritisch. Dann wird voreilig festgestellt, dass wir uns zu wenig kümmern, zu wenige unserer Ziele und Wünsche verwirklichen, uns viele Herausforderungen noch immer konfrontieren und wir viel zu langsam vorankommen… Aber meistens stimmt dieser Eindruck gar nicht! Und wir erreichen viel mehr als wir denken. 😊

Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Jahresendspurt, wertvolle Erkenntnisse beim Jahresrückblick und viel Freude beim Planen des Jahres 2023! 👋

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Wer braucht einen Businessplan und was gehört hinein? + Checkliste

Businessplan Checkliste

Wer braucht einen Businessplan und was gehört hinein? + Checkliste

VON DER IDEE ZUM ERFOLG – DER BUSINESSPLAN ALS FAHRPLAN UND STEUERELEMENT:

Sie haben eine Geschäftsidee, möchten diese gerne realisieren und sind motiviert, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen? Mit dem Gründungsvorhaben gehen zahlreiche Überlegungen einher. Denn eine Firmen- bzw. Existenzgründung bringt viele Erfordernisse mit sich, die in einen soliden und realisierbaren Plan gefasst werden sollten.

Deshalb beginnt alles mit einem Businessplan. 😊 Er ist ein zentraler Bestandteil in der Planung für die Unternehmensgründung. Doch wer braucht einen Businessplan und was sollte enthalten sein?

Wer braucht einen Businessplan und warum?

➜ Businessplan als Orientierung 

Er ist ein notwendiger Bestandteil des Gründungsprozesses, gehört aber nicht wirklich zu den Lieblingsbeschäftigungen: der Businessplan. Der Name suggeriert bei vielen ein „planen“ und „sich festlegen müssen“. Aber auch dieser Schritt gehört dazu und ich verspreche Ihnen, dass der Ruf schlechter ist als das Erstellen an sich 😉.

Denn der Businessplan dient als Orientierung. Er unterstützt Gründer:innen in allen wichtigen Bereichen auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Der Geschäftsplan hilft raus aus einer möglichen Verzettelung, schafft Klarheit und gibt Überblick über die praktischen Erfordernisse Ihres zukünftigen Unternehmens. Somit leistet er einen unverzichtbaren Beitrag bei der Überführung Ihrer Idee in die unternehmerische Praxis.

Zudem analysieren Sie Branche und Wettbewerb, finden Stärken und Schwächen (SWOT-Analyse) heraus, entwickeln die Marketingstrategie und leiten Maßnahmen ab, Sie machen eine Finanzplanung, legen die Rechtsform fest – und vieles mehr.

Ja genau, der Businessplan ist ein wichtiges Steuerelement und er legt die Basis für eine Bestandsaufnahme, nachdem Ihr Business bereits eine Zeit lang aktiv ist: Welche Bestandteile Ihres Plans haben Sie  tatsächlich umgesetzt? Haben Sie Ihre Ziele zum geplanten Zeitpunkt erreicht? Entwickelt sich das Unternehmen so, wie es der Businessplan vorgibt?

 

➜ Businessplan für die Finanzierung und Präsentation gegenüber Dritten

Ein Businessplan erfüllt gleich mehrerer Zwecke: Er unterstützt Sie dabei, Klarheit in Gedankengänge zu bekommen, die Geschäftsidee zu strukturieren, zeigt mögliche Schwachstellen auf und hilft Ihnen, Ihr Projekt bis zum Ende durchzudenken.

Außerdem fordern Kreditinstitute für die Vergabe von Krediten einen Businessplan, zu dem auch eine solide Finanzplanung gehört. Im Finanzplan werden alle, in Ihrem Geschäftsplan durchgeführten Analysen und Überlegungen, in konkrete Zahlen umgewandelt. Diese geben dann Aufschluss über die Rentabilität Ihres Gründungsvorhabens. Mit dem Businessplan und der angegliederten Finanzplanung präsentieren Sie Ihre Geschäftsidee und die dazu gehörende Umsetzungsplanung gegenüber Dritten.

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Welche Bestandteile hat ein Businessplan?

Ein klarer Aufbau ist die Grundvoraussetzung für einen überzeugenden Businessplan. Auch wenn die Erfolgschancen einer Geschäftsidee, die im Businessplan geprüft werden, individuell sind, so folgt das Konzept im Aufbau stets einem ähnlichen Muster.

Checkliste Businessplan

Zu einem gründlich vorbereiteten Businessplan gehört die Ausarbeitung der folgenden Themen. (Die Checkliste finden Sie darunter zum Ausdrucken):

  • Executive Summary / Zusammenfassung
  • Geschäftsidee (Produkt- und Geschäftsbeschreibung)
  • Einschätzung Markt und Wettbewerb
  • Marketing und Realisierungsplan
  • Organisation
  • Wahl der Rechtsform
  • Finanzplanung
  • Chancen und Risiken
Businessplan Checkliste - kostenlos

 👉 Zum Download der Checkliste bitte hier klicken.  📄

Fazit 

Ein Businessplan ist großartig 😃. Denn er unterstützt dabei, das Vorhaben durchdacht und planmäßig umzusetzen. Und auch nach dem Unternehmensstart gibt der Geschäftsplan eine grobe Richtung für die Unternehmensentwicklung vor, auch wenn Sie nicht bedingungslos daran festhalten und ggf. Anpassungen vornehmen sollten.

➡️ Wie Sie einen sattelfesten Businessplan erstellen und worauf es wirklich ankommt, erfahren Sie auch in meinem neuen Workbook „me and my businessplan“. Dort lesen Sie auch, was Sie ggf. in Ihrer bisherigen Konzeption anpassen sollten, so dass Sie eine solide Grundlage für Ihren Erfolg als Gründer:in bzw. Selbständige:r schaffen. Zudem gibt es eine gratis Businessplan Vorlage als Word Dokument. So erstellen Sie schnell und einfach einen Businessplan.

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Zielgruppenanalyse – Lernen Sie Ihre Kunden und Kundinnen kennen

Zielgruppenanalyse

Zielgruppenanalyse – Lernen Sie Ihre Kunden und Kundinnen kennen

ANLEITUNG FÜR EINE ZIELGRUPPENANALYSE: DEFINITION, METHODEN, BEISPIELE UND TIPPS:

„Irgendwo da draußen muss sie sein“ 🧐 – denken Sie? Bei Linked In, Facebook, Instagram? Oder vielleicht doch beim Lesen eines Hochglanzmagazins oder der regionalen Tageszeitung? Die richtige Zielgruppe zu definieren ist sowohl für etablierte Unternehmen als auch für Existenzgründer:innen von großer Bedeutung. Denn es geht darum herauszufinden, an wen und wie die eigene Dienstleistung oder die Produkte in Zukunft erfolgreich verkauft werden können.

Falls Sie aktuell das Gefühl haben, wie beim Spiel „Topfschlagen“ mit verbundenen Augen herum zu wanken und mit dem Kochlöffel nach dem richtigen Zielgruppen-Topf zu schlagen, habe ich heute einige wichtige Tipps für Sie. Und eines sei vorweg gesagt: Zielgruppe definieren klingt schlimmer, als es in Wahrheit ist 😊 – versprochen. ✌️

Was ist eine Zielgruppenanalyse?

Die Zielgruppenanalyse ist die Basis aller Marketingaktivitäten. Ziel ist es, sich ein tieferes Verständnis für die eigene Zielgruppe und deren Bedürfnisse, Wünsche, Lebensstile und Kaufmotive zu verschaffen. Sie hilft dabei, aktuelle Trends und Veränderungen früh zu erkennen. Und diese können dann rechtzeitig in der Unternehmensplanung berücksichtigt werden, um eine effektive Marketingstrategie zu entwickeln. Es ist daher sinnvoll, in regelmäßigen Abständen eine Zielgruppenanalyse durchzuführen.

Warum ist die Zielgruppenanalyse wichtig?

Eine erfolgreiche Marketingstrategie basiert auf Inhalten, welche die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe abholen. Je besser Sie verstehen, auf welchem Markt Sie sich bewegen, wie der Wettbewerb aussieht und vor allem an wen Sie sich wenden, desto besser werden Sie diese Personen erreichen. Eine erfolgreiche Kommunikation beantwortet genau die Fragen, die Ihre Zielgruppe hat. Sie nutzt dazu die Formate und Ansprachen, die bei der Zielgruppe am besten ankommen.

Und genau deswegen ist die Analyse so wichtig. Durch das Wissen um Lebensstile, Bedürfnisse und Kaufverhalten können Inhalte passgenau auf die Zielgruppe zugeschnitten und für potenzielle Kund:innen in verschiedenen Phasen der Customer Journey entwickelt werden. Damit schaffen Sie dauerhaft einen Mehrwert für Ihre Kundschaft und verhindern unnötige Streuverluste. Eigentlich logisch, oder? 😊

Wie genau verläuft eine Zielgruppenanalyse?

Eine fundierte Zielgruppenanalyse im Marketing verläuft in mehreren Schritten:

  1. Zielgruppe definieren
  2. Zielgruppe charakterisieren
  3. Kaufverhalten untersuchen
  4. Analyse der Zielgruppe
  5. Benutzerprofile erstellen

Und diese Schritte gehen wir nun im Folgenden gemeinsam durch.

Zielgruppenanalyse - 5 Schritte

Fünf Schritte der Zielgruppenanalyse

➡️ Schritt 1: Definition der Zielgruppe  

Bevor Sie analysieren können, müssen Sie erst mal die Zielgruppe festlegen. 😊 Eine Zielgruppe besteht aus einer Menge von möglichen Käufer:innen eines Produktes bzw. einer Dienstleistung, die relevante Eigenschaften teilen.

Zunächst sollten Sie nun festlegen, welche Art von Kunden und Kundinnen Sie ansprechen möchten. Werden Sie dabei möglichst konkret, da die Kundengruppe andernfalls zu groß ausfällt, um Ihnen wirklich nützlich zu sein. Beschreiben Sie die Zielgruppe anhand demografischer und sozioökonomischer Merkmale.

➜ Folgende Aspekte können Sie dabei einbeziehen:

Privatkund:innen lassen sich gut nach demographischen Kriterien wie zum Beispiel Alter, Geschlecht, Familienstand, Haushaltsgröße, Einkommen, Bildung, Beruf, Nationalität, Religion, etc. unterteilen.

Bei Firmenkund:innen sieht das etwas anders aus. Oft wird nach Branchenzugehörigkeit, Unternehmensgröße (Mitarbeitende, Umsatz), Unternehmenstyp (öffentlicher oder privater Sektor) oder auch der geographischen Ausrichtung des Unternehmens (lokal, europa- oder weltweit) unterschieden.

👉 Je mehr Eigenschaften Sie einbeziehen, desto konkreter wird das Bild Ihrer potenziellen Kunden und Kundinnen.

Eine Zielgruppe könnte beispielsweise so aussehen:

Frauen im Alter von 25 bis 35 Jahren mit mittlerem Einkommen, tätig in der Marketingbranche, sportbegeistert und körperbewusst, die sich gerne mentale Auszeiten nehmen und regelmäßig meditieren.

Hört sich gut an, oder? Und diese erste Definition der Zielgruppe ermöglicht bereits ein effektiveres und effizienteres Marketing. Denn Sie können so potenzielle Kund:innen deutlich besser eingrenzen.

➡️ Schritt 2: Was die Kund:innen bewegt (Psychografische Merkmale)

Nun geht es um die Lifestyle-Variablen wie Hobbys, Mediengewohnheiten, soziale Aktivitäten, Mitgliedschaften, Reisezielvorlieben etc. Oft wird in dem Zusammenhang auch von psychografischen Merkmalen gesprochen.

 Folgende Fragen können bei Privatkund:innen helfen, einen genaueren und besseren Eindruck von den psychografischen Faktoren zu erhalten:

  • Welchen Lifestyle haben die Kund:innen?
  • Was bewegt sie und warum?
  • Welchen Hobbys gehen sie in ihrer Freizeit nach?
  • Ist ein ausgeprägtes Gesundheits- und Umweltbewusstsein vorhanden?
  • Haben sie traditionelle Einstellungen oder sind sie offen für Neues?
  • Haben sie bestimmte Einstellungen hinsichtlich Politik, Glaube, Geld, Familie, gesellschaftliche Werte etc.?

Auf Firmenkund:innen angewendet, umfassen diese Kriterien Dinge wie Umweltschutz, Aspekte der Nachhaltigkeit, Spenden für wohltätige Zwecke, Investitionen in Mitarbeitende (Schulungen, Beihilfen, Förderungen) etc.

➡️ Schritt 3: Das Kaufverhalten der Zielgruppe

Jetzt setzen wir den Schwerpunkt von den eher allgemeinen Eigenschaften der Zielgruppendefinition hin zu individuellen Merkmalen und zum Konsumverhalten  der Zielgruppe.

 Folgende Fragen können dabei helfen, einen genaueren und besseren Eindruck vom Kaufverhalten der Zielgruppe zu erhalten:

  • Warum kauft die Zielgruppe? Was sind die Kaufmotive?
  • Was genau kauft sie?
  • Über welche Vertriebskanäle kauft die Zielgruppe?
  • Was beeinflusst ihre Kaufentscheidung?
  • Wie hoch ist die Kauffrequenz und die Kaufbereitschaft?
  • Wann kauft die Zielgruppe? (hier können Ihnen Daten aus Google Trends gute Informationen liefern )
  • Gibt es beeinflussende Personen? Wenn ja, wer beeinflusst die Kaufentscheidung der Zielgruppe?
  • Gibt es Markenpräferenzen?
  • In welchen Lebenssituationen befinden sich die (potenziellen) Kund:innen?

Für die Preisgestaltung und das entsprechende Marketing sind außerdem wichtig:

  • Preissensitivität bzw. Preissensibilität: Wie viel ist die Zielgruppe bereit zu zahlen?
  • Wie hoch ist das durchschnittliche Haushaltseinkommen der Zielgruppe?

Sicherlich gibt es noch weitere Faktoren, die hier aufgelistet werden können, d. h. diese Liste ist nicht vollständig. Bedenken Sie immer, dass die Fragestellung zu Ihrer Zielgruppe so individuell ist, wie die Personen es auch sind.

➡️ Schritt 4: Analyse der Zielgruppe – Methoden

Folgende Methoden der Zielgruppenanalyse gibt es:

Umfragen:
  • Sie bieten eine gute Möglichkeit, Informationen mit relativ wenig Aufwand und in großer Zahl zu sammeln.
  • Zudem können Umfragen anonym durchgeführt werden. Das senkt die Hemmschwelle bei der Beantwortung Ihrer Fragen.
Interviews:
  • Gezielte, persönliche Befragungen erfordern zwar einen höheren Aufwand, liefern aber in der Regel qualitativ hochwertige Ergebnisse.
  • Im Rahmen der persönlichen Befragung können Sie mehr in die Tiefe gehen, um genau abzuwägen, was Ihre Zielgruppe bewegt.
Online-Recherche:
  • Die kostengünstigste Methode zur Datenerhebung bietet die klassische Online-Recherche. Bedenken Sie dabei bitte, dass Informationen aus dem Internet nicht immer verlässlich sind.
  • Vertrauenswürdige Quellen für die Zielgruppenanalyse finden Sie beispielsweise bei Statistaoder auf der Seite des Statistischen Bundesamts.
  • Google Analytics kann ebenfalls für die eigene Recherche unterstützend sein. Das Trackingtool bietet unter anderem Angaben zu Alter und Geschlecht von Besucher:innen Ihrer Website oder gibt auch Informationen zu deren Herkunft.

➡️ Schritt 5: Benutzerprofile erstellen 

Aus all den gesammelten Infos lassen sich nun Benutzerprofile in Form von sogenannten „Buyer Personas“ erstellen. Eine solche Persona ist ein:e fiktive:r Nutzer:in Ihres Angebots, also die Beschreibung einer idealtypischen Vertretung der Zielgruppe mit spezifischen Bedürfnissen, Verhaltensweisen, Wünschen und Zielen. Sie basiert auf Recherchen, Marktforschung und realen Daten Ihrer (potenziellen) Kund:innen.

Und so ergibt sich ein Bild der idealen Kunden und Kundinnen, auf das Sie nun die Kommunikations- und Werbemaßnahmen ausrichten können.

Ist das nicht großartig? 😃 Bereits an dieser Stelle wissen Sie, welche Inhalte Sie in welcher Tonalität anbieten sollten,und auf welchen Kanälen Sie Ihre Kunden und Kundinnen am ehesten abholen können.

Zielgruppenanalyse: Ein Beispiel

➜ Produkt: Meditationskissen aus nachhaltigen Materialien

Zielgruppe:

  • Frauen im Alter von 25 bis 35 Jahren
  • Mittleres bis hohes Einkommen
  • Höheres Bildungsniveau
  • Sportbegeistert, körperbewusst
  • Meditiert schon seit längerem
  • legt Wert auf nachhaltige Lebensweise und nachhaltige Produkte
  • Kauft ihre Produkte teils online, teils über regionalen Einzelhandel
  • Liest Magazine wie Happinez, flow, emotion
  • Social Media Plattformen: Linked In, Facebook, Xing

Buyer Persona:

Lena ist 33 Jahre alt und arbeitet als Marketingmanagerin in einem mittelständischen Unternehmen. Die alleinlebende Frau legt großen Wert auf eine nachhaltige Lebensweise. In ihrer Freizeit treibt sie viel Sport in der Natur und meditiert gerne. Ihr Herz schlägt außerdem für Musik und Mantras. Sie ist aktuell auf der Suche nach einem hochwertigen Meditationskissen, das ebenfalls allen Aspekten der Nachhaltigkeit entspricht. Instagram benutzt sie gar nicht. In unregelmäßigen Abständen verbringt sie Zeit auf anderen Social Media Plattformen wie Facebook, Linked In und Xing.

Fazit

In der heutigen Zeit sind zielgerichtete Inhalte unabdingbar, denn nur so können Sie Kund:innen effizient erreichen. Daher ist eine Zielgruppenanalyse nötig.

Bei der Zielgruppendefinition sind demografische und sozioökonomische Merkmale von Bedeutung. Im B2B-Bereich sind weitere Kriterien, wie organisatorische oder ökonomische Merkmale zu berücksichtigen. Zur Analyse können unterschiedliche Methoden, wie beispielsweise Umfragen, Interviews oder Online-Recherchen angewandt werden.

Da sich die digitale Welt in einem stetigen Wandel befindet, ist es wichtig, die Zielgruppenanalyse immer wieder anzupassen. Die Analyse ist also kein einmaliger Vorgang, sondern vielmehr ein kontinuierlicher Prozess.

Ist das nicht spannend, wie Sie mit genauen Kenntnissen über ihre Zielgruppe passgenaue Kommunikationsinhalte schaffen können? 😃 Und diese erreichen wirklich Ihre potenziellen Kund:innen, anstatt im oftmals von Content überladenen Internet unterzugehen. Denn wenn Sie die Bedürfnisse und Wünsche der potenziellen Kundschaft kennen, dann können sie mit passenden Inhalten auf sie zugehen.

Sollten Sie noch mehr über die effiziente Arbeit mit Zielgruppen erfahren wollen, dann downloaden Sie am besten direkt mein thematisch passendes Workbook „Erfolgsfaktor Positionierung“. Denn Kundengewinnung kann leicht gehen und Spaß machen. Es ist immer wieder eine Freude, zu sehen wie sich eine unverwechselbare, strategische Position auf den Umsatz auswirkt. 😃

Viel Erfolg damit und liebe Grüße. 👋

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