Entwicklung der Marketingstrategie

Entwicklung der Marketingstrategie

TIPPS, TRICKS UND CHECKLISTE: 

Für jedes Unternehmen ist es wichtig, Marketing zu betreiben. Aber was genau hat es mit der Marketingstrategie auf sich, weshalb ist sie so wichtig und welche Vorteile ergeben sich durch sie? Genau darum geht es heute in diesem Beitrag. Zudem gibt es noch meine wertvolle 5-Schritte-Checkliste für die Erstellung der Marketingstrategie. 😊

Was ist überhaupt Marketing?

Lassen Sie uns erstmal einen Blick auf den Begriff „Marketing“ werfen. Vielen Menschen denken direkt an Werbung oder Verkaufen – und dass es nur eine gesonderte betriebliche Funktion ist. Ja, ein Bestandteil von Marketing sind Werbemaßnahmen wie Online-Anzeigen, Kundenbriefe, Internetauftritt und Beiträge auf Facebook – oder auch das Sommerfest, das Sie für Kund:innen und Geschäftspartner:innen veranstalten.

Aber wenn Sie das, was viele Unternehmen ohnehin planlos durchführen, zudem bündeln und marketingspezifisch ausrichten, dann kann es richtig spannend werden. Denn passend eingesetzt, verhilft Marketing, also der zielgerichtete Umgang mit Märkten, zu neuen Kund:innen und einer höheren Profitabilität.

Was ist eine Marketingstrategie?

Damit Sie sich mit den unzähligen Marketingmöglichen zurecht finden, brauchen Sie einen Wegweiser, der Orientierung gibt. Also eine Leitlinie, die Ihnen sagt, wo Sie ansetzen sollten, um Erfolge zu erzielen. Das ist eine Marketingstrategie. Sie ist ein auf einen bestimmten Zeitraum ausgelegter Plan, zur Umsetzung der zuvor definierten Marketingziele.

Eine Marketingstrategie ist heute wichtiger denn je. Weil sie den Weg weist und dabei hilft, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich bedeutend sind. Basierend auf einer Markt- und Kundenanalyse, ist sie Ihr Masterplan, wie Sie bei den richtigen Menschen – nämlich bei Ihrer Zielgruppe – Aufmerksamkeit erzeugen und zum Kauf Ihrer Produkte bzw. Dienstleistungen begeistern.

Ihre Marketingstrategie hilft Ihnen dabei, die richtigen Marketingmaßnahmen auszuwählen, wie z.B. das Bewerben einer Verkaufsaktion. Das heißt, bei einer Marketingstrategie werden grundlegende Entscheidungen getroffen. Es geht an dieser Stelle noch nicht darum, welche Einzelmaßnahmen durchgeführt werden! Also was Sie wann auf Facebook oder Instagram posten und ob Sie besser Flyer oder Broschüren drucken lassen, ist noch nicht relevant. An dieser Stelle wird entschieden, welche der vielen Marketingmöglichkeiten Sie prinzipiell einsetzen werden. Und dabei muss immer geprüft werden, ob die Möglichkeiten zur Zielgruppe passen und somit erfolgversprechend sind.

Marketingstrategie versus Marketingmaßnahmen

Könnten Sie auf Anhieb den Unterschied zwischen Marketingstrategie und taktischen Maßnahmen erklären? Ja, gehört haben wir alle davon, aber so spontan… kein Problem, dafür ist ja auch der Blog da 🤓. Und wenn ich mich im Netz umschaue, dann wimmelt es oftmals nur so von Strategien, die eigentlich gar keine sind.

Daher muss ich hier nochmal den wichtigen Unterschied zwischen Strategie und taktischen Maßnahmen deutlich machen, weil es scheinbar immer wieder Menschen gibt, die diese Begriffe synonym verwenden – und damit letztendlich für Verwirrung sorgt.

👉 Die Strategie ist der übergeordnete Big Plan, zur Steuerung der taktischen Maßnahmen. Und Maßnahmen sind die spezifischen Methoden, die bei der Umsetzung der Strategie helfen.

Abbildung zeigt Unterschied zwischen Marketingstrategie und Maßnahmen bzw. Methoden

Entwicklung Marketingstrategie – Warum ist das so wichtig?

Ob für kleine oder große Unternehmen, fest steht inzwischen, dass es wichtig ist, alle Marketingmaßnahmen mit Strategie zu betreiben. Besonders wenn Ressourcen wie Geld oder Zeit begrenzt sind, sollten Sie eine Marketingstrategie entwickeln, um mit Plan die Ziele zu erreichen und auch die Produkte bzw. Dienstleistungen weiter zu entwickeln.

Bevor Sie also mit Maßnahmen loslegen, sollten Sie wissen was Sie genau machen möchten, worauf Sie sich konzentrieren – und worauf nicht. Sonst fangen Sie schnell an, alles Mögliche auszuprobieren. Und um das zu vermeiden, brauchen Sie die Strategie 😎. Wenn Sie keine haben, verzetteln Sie sich öfters und verschwenden möglicherweise Zeit und Geld mit Dingen, die für Ihr Business und dessen Ziele unnötig oder ungeeignet sind. Das Ziel sollte es also sein, fokussiert und klar zu handeln, damit eine realistische Chance besteht, mit Ihrem Angebot von der Kundschaft wahrgenommen zu werden.

Befreien Sie Ihren Unternehmenserfolg vom Zufall

Checkliste: In 5 Schritten zur Marketingstrategie

Sie sind startklar für die Entwicklung Ihrer Marketingstrategie? Ihr Masterplan ist ein Dokument oder Strategiepapier, in dem Sie die grundlegenden Eckdaten festhalten. Es beantwortet vor allem zwei Fragen:

• Was will ich erreichen?
• Wie genau schaffe ich das?

Sie werden sich also über Ihre Ziele im Klaren. Und Sie halten fest, wie Sie diese erreichen möchten. Es kommt übrigens nicht darauf an, dass die Marketingstrategie möglichst umfangreich und detailliert ist. Im ersten Schritt ist entscheidend, dass Sie sich die Zeit dafür nehmen und die Ergebnisse schriftlich festhalten. Idealerweise gehen Sie die folgenden fünf Schritte durch.

✅ Schritt 1: Welche Marketingziele möchten Sie erreichen?

Nur wenn Sie das Ziel klar definieren, können Sie die Maßnahmen darauf ausrichten. Mögliche Ziele sind: Bekanntheit der Marke oder eines Produkts bzw. einer Dienstleistung steigern, die eigene Expertise sichtbarer machen, die Umsätze erhöhen.
Bitte achten Sie darauf, sich realistische Ziele zu setzen, damit das alles hier richtig Spaß macht und Erfolg verspricht.

✅ Schritt 2: Welche Zielgruppe steht im Mittelpunkt?

Je besser Sie verstehen, auf welchem Markt Sie sich bewegen, wie der Wettbewerb aussieht und vor allem an wen Sie sich wenden, desto besser werden Sie diese Personen erreichen. Eine erfolgreiche Kommunikation beantwortet genau die Fragen, die Ihre Zielgruppe hat. Sie nutzt dazu die Formate und Ansprachen, die bei der Zielgruppe am besten ankommen.
o Die Kernfragen zu den Zielkund:innen lauten: Wer sind unsere Kund:innen?
o Wie sieht die aktuelle Kund:innen-Struktur aus?
o Wer ist unsere Kernzielgruppe?
o Welche Kund:innen-Prototypen (Personas) gibt es?
o Welches Problem haben unsere Kund:innen und welche Lösungen bieten wir?

✅ Schritt 3: Welche Ressourcen stehen zur Verfügung?

Dazu zählen finanzielle Mittel, aber auch technische Grundlagen oder die involvierten Personen. Sich das zu verdeutlichen, hilft dabei, diese Ressourcen möglichst effizient einzusetzen.

✅ Schritt 4: Wie sieht die Umsetzung genau aus?

Ziele und Pläne sind wertlos, wenn Sie sich nicht gleichzeitig überlegen, wie Sie diese Schritt für Schritt erreichen nöchten. Jetzt geht es also darum, den Marketing-Mix (auch bekannt als „4P“ oder „7P“) und die entsprechende zeitliche Planung festzuhalten. So können Sie zum Beispiel, Inhalte, die für Ihre Zielgruppe interessant sind, über Social Media veröffentlichen, parallel Online-Anzeigen über Google-Ads schalten und darauf aufbauend passende Vertriebsaktivitäten zuordnen. Die Kernfrage lautet dabei: Welche Maßnahmen möchten Sie einsetzen, damit Ihr Angebot am Markt erfolgreich wird? Sie merken vermutlich auch gerade, wie wichtig das strategische Marketing als Basis für Ihre Marketingplanung ist. Daher sollten Sie sich dafür Zeit nehmen und genaustens überlegen, wie Sie die einzelnen Marketingmaßnahmen koordinieren und welche Schritte dafür nötig sind.

 Tipp: Übrigens ist das auch ein Grund, warum es meinen Marketing-Workshop gibt. Bei der 1:1 Beratung für kleine und mittelständische Unternehmen nehmen wir erstmal das Geschäftsmodell unter die Lupe und überlegen dann genaustens , wie Sie die einzelnen Marketingmaßnahmen koordinieren und welche Schritte dafür nötig sind.

✅ Schritt 5: Wie häufig und in welcher Form wird überprüft, ob die Marketingstrategie noch funktioniert und aktuell ist?

Die Evaluation all Ihrer Maßnahmen ist superwichtig. Denn nur so wissen Sie, ob die gesetzten Marketingziele erreicht und die Strategie erfolgreich umgesetzt wurde. Denn Ihre Marketingstrategie ist wie ein lebendiges Dokument, das mit der Zeit angepasst, erweitert und aktualisiert werden sollte. Daher vergessen Sie bitte nicht, in regelmäßigen Abständen zu analysieren, ob die durchgeführten Maßnahmen das jeweilige Ziel erreicht haben.

Fazit

Marketing ist eine heiße Kiste. 😎 Oder was sagen Sie dazu? Ja, es gilt einiges zu beachten, aber wenn das alles rund ist und läuft, dann lassen sich so einige Erfolge verbuchen.

Wünschen Sie sich Unterstützung bei Ihrem Marketing? Dann lassen Sie uns darüber in einem kostenlosen und unverbindlichen Call sprechen. Gemeinsam überlegen wir, welche nächsten Schritte für Ihren Marketing-Erfolg gegangen werden sollten.

Übrigens kann meine Beratung auch staatlich gefördert werden.

Melden Sie sich gerne. Ich freue mich auf Sie.  👋

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Wettbewerbsstrategie: Welche passt zu Ihrem Unternehmen?

Wettbewerbsstrategie: Welche passt zu Ihrem Unternehmen?

Eine Wettbewerbsstrategie legt fest, wie Sie sich gegenüber Ihren Mitbewerbern ausrichten. Michael E. Porter beschreibt drei Grundrichtungen: Qualitätsführerschaft über Differenzierung, Kostenführerschaft über den Preis, oder Spezialisierung auf eine Nische. Für kleine und mittlere Unternehmen ist die Nische meist die einzige tragfähige Wahl, weil Kostenführerschaft Stückzahlen braucht.

Strategie Sie gewinnen über Voraussetzung Typisches Risiko
Qualität und Differenzierung überlegene Leistung, Design, Service Sie können den Unterschied belegen, nicht nur behaupten Der Aufpreis lässt sich nicht vermitteln
Preis günstigeres Angebot als der Wettbewerb schlanke Prozesse, hohe Stückzahlen Ein größerer Anbieter unterbietet Sie
Spezialisierung klar abgegrenzte Nische echte Tiefe im Thema Die Nische ist zu klein, um davon zu leben

Wozu eine Wettbewerbsstrategie überhaupt gut ist

Die Wahl der Wettbewerbsstrategie ist Teil Ihrer Unternehmensstrategie. Sie beantwortet eine einzige Frage: Warum sollte jemand bei Ihnen kaufen und nicht bei dem Anbieter drei Straßen weiter?

Michael E. Porter hat die drei Hauptrichtungen 1985 in seinem Buch „Wettbewerbsvorteile“ beschrieben. Die Wettbewerbsmatrix, die daraus entstanden ist, gehört bis heute zu den gebräuchlichsten Modellen, wenn es um Positionierungsmöglichkeiten am Markt geht.

1. Qualität und Differenzierung

Bei der Qualitätsführerschaft entsteht Ihr Wettbewerbsvorteil aus einer überlegenen Leistung. Im Mittelpunkt steht nicht der niedrige Preis, sondern das, was Sie besser machen: Produktqualität, Design, Beratung, Reaktionszeit, Betreuung nach dem Kauf.

Diese Strategie funktioniert, solange der Unterschied für Ihre Kundschaft sichtbar ist. Ein Handwerksbetrieb, der binnen 24 Stunden vor Ort ist, während der Wettbewerb zwei Wochen braucht, hat einen belegbaren Vorteil. Ein Betrieb, der auf seiner Website „höchste Qualität“ schreibt, hat keinen.

2. Der Preis

Die Kostenführerschaft verfolgt ein klares Ziel: günstiger anzubieten als alle anderen und darüber Marktanteile zu gewinnen. Erreicht wird das über minimale Produktions- und Vertriebskosten, standardisierte Abläufe, schlanke Prozesse und hohe Stückzahlen. Der Gewinn entsteht über die Menge, nicht über die Marge.

Für die meisten kleinen Unternehmen ist das keine realistische Option. Wer 12 Mitarbeitende hat, gewinnt keinen Preiskampf gegen einen Anbieter mit 400. Wenn Sie als kleiner Betrieb dennoch über den Preis verkaufen, ist das meist keine Strategie, sondern das Ergebnis fehlender Differenzierung.

3. Spezialisierung und Nische

Bei der Nischenstrategie konzentrieren Sie sich auf ein klar abgegrenztes Feld: ein kleines Marktsegment, eine bestimmte Kundengruppe, eine Region oder spezielle Leistungen, die für Großanbieter zu aufwendig sind.

Das Alleinstellungsmerkmal trägt hier besonders viel. Nischenangebote sprechen weniger Menschen an, dafür genau die richtigen. Für inhabergeführte Unternehmen ist das in der Regel die tragfähigste der drei Richtungen, weil Tiefe sich nicht über Größe ausgleichen lässt.

Michael Porter's Wettbewerbskräfte - five forces

Für welche Wettbewerbsstrategie Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem Markt, Ihrer Größe und Ihren Möglichkeiten ab.

Entscheidend ist, dass Sie sich wirklich festlegen – und diese Entscheidung dann konsequent in allen Bereichen Ihres Unternehmens umsetzen: im Preis, im Angebot, im Vertrieb und in der Kommunikation.

Der häufigste Fehler: dazwischen feststecken

Porter nennt es „stuck in the middle“. Gemeint ist ein Unternehmen, das weder das beste noch das günstigste noch das spezialisierteste Angebot hat, sondern von allem etwas.

Das passiert selten durch eine Entscheidung, sondern durch viele kleine. Ein Zusatzangebot hier, ein Sonderpreis für eine Bestandskundin dort, eine Anfrage angenommen, die eigentlich nicht ins Profil passte. Nach ein paar Jahren ist das Angebot gewachsen statt geplant.

Drei Anzeichen, an denen Sie das erkennen:

  • Sie begründen Ihren Preis regelmäßig, statt ihn zu nennen.
  • Neue Kundinnen kommen fast ausschließlich über Empfehlung, weil Ihr Angebot von außen schwer einzuordnen ist.
  • Auf die Frage, was Sie von anderen unterscheidet, brauchen Sie mehr als zwei Sätze.

So prüfen Sie Ihre eigene Position

Nehmen Sie Ihre drei wichtigsten Mitbewerber und beantworten Sie für jeden dieselben Fragen:

  1. Sind Sie teurer, günstiger oder gleich teuer?
  2. Was bekommt eine Kundin bei Ihnen, das sie dort nicht bekommt? Eine Eigenschaft, keine Liste.
  3. Würde Ihre Kundschaft diesen Unterschied genauso benennen wie Sie?

Wenn Frage 2 schwerfällt oder Frage 3 unklar bleibt, liegt die Arbeit nicht im Marketing, sondern eine Ebene tiefer. Wie Sie daraus eine Strategie ableiten, steht hier: Unternehmensstrategie entwickeln

Für welche Richtung Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem Markt, Ihrer Größe und Ihren Möglichkeiten ab. Wichtig ist, dass die Entscheidung in allen Bereichen Ihres Unternehmens ankommt, im Preis, im Angebot, im Vertrieb und in der Kommunikation.

Wenn Sie eine zweite Meinung dazu wollen

Die eigene Position von außen zu betrachten, ist der schwierigste Teil daran. In einem kostenfreien Erstgespräch gehen wir in 30 Minuten durch, wo Ihr Unternehmen im Wettbewerb steht und welche Richtung realistisch ist. → zu meinem Online-Kalender

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los gehts!

Strategie oder Taktik? Der Unterschied einfach erklärt

Strategie oder Taktik? Der Unterschied einfach erklärt

Die Strategie ist das Ziel, die Taktik der Weg dorthin. Eine Strategie legt fest, wo Ihr Unternehmen in drei bis fünf Jahren stehen soll und über welche Eckpunkte. Taktiken sind die einzelnen Maßnahmen im Tagesgeschäft, mit denen Sie diese Strategie umsetzen. Ohne Strategie bleiben Taktiken beliebig. Ohne Taktiken bleibt die Strategie Theorie.

Merkmal Strategie Taktik
Zeithorizont 3 bis 5 Jahre Tage bis Monate
Leitfrage Wohin wollen wir? Was tun wir diese Woche?
Beispiel In drei Jahren kommen 40 Prozent des Umsatzes aus Wartungsverträgen Ab Oktober bekommt jede Rechnung ein Infoblatt zum Wartungsvertrag
Wer entscheidet Geschäftsführung, selten und bewusst Team, laufend

Was genau ist eine Strategie?

Der Begriff ist uralt. Er geht auf die griechischen Wörter „Stratos“ (das Heer) und „Agein“ (führen) zurück. Wer ein Heer führt, plant nicht den nächsten Schritt, sondern den Feldzug. Genau darum geht es auch im Unternehmen.

In die Betriebswirtschaftslehre kam das strategische Denken über die Spieltheorie. Dort ist eine Strategie ein vollständiger Plan, der für jede denkbare Situation eine Antwort bereithält.

Ein Schachspiel macht das anschaulich. Erfolg hat, wer nicht nur den eigenen nächsten Zug sieht, sondern auch die Züge der Gegenseite mitdenkt. Dieser vorausschauende Plan ist die Strategie. Der einzelne Zug ist es nicht.

Für Ihr Unternehmen heißt das: Eine Strategie ist ein Bündel richtungsweisender Entscheidungen, keine akribische Detailplanung. Sie beantwortet, welche Kundinnen Sie gewinnen wollen, mit welchem Angebot und worauf Sie bewusst verzichten.

Was genau ist eine Taktik?

Eine Taktik ist eine einzelne Maßnahme auf dem Weg zum Ziel. Im Unternehmen sind das die täglichen operativen Aufgaben: die Kaltakquise am Dienstagvormittag, die neue Landingpage, das Messeangebot im Frühjahr, der Rabatt zum Quartalsende.

Taktiken haben kurze Ziele und sind schnell austauschbar. Wenn eine nicht funktioniert, ersetzen Sie sie. Das ist kein Scheitern, sondern der Sinn der Sache.

Woran Sie im Alltag erkennen, was was ist

Im Netz wimmelt es von Strategien, die keine sind. „10 Strategien für besseren Content“ oder „Mit 5 Strategien verdoppeln Sie Ihre Follower“: gemeint sind Taktiken. Das klingt nach Wortklauberei, hat aber Folgen. Wer Taktiken für Strategien hält, wechselt alle paar Wochen die Richtung und wundert sich, warum nichts greift.

Ein Praxistest mit drei Fragen. Nehmen Sie eine Maßnahme, die Sie gerade umsetzen, und prüfen Sie:

  • Wenn diese Maßnahme in sechs Monaten wegfällt, ändert sich dann Ihr Ziel? Falls nein, war es eine Taktik.
  • Können Sie in einem Satz sagen, auf welches Ziel sie einzahlt? Falls nein, fehlt darüber die Strategie.
  • Haben Sie diese Maßnahme gewählt, weil sie zum Ziel passt, oder weil andere sie auch machen?

Warum die Reihenfolge zählt

Ziele lassen sich nicht direkt in operatives Handeln übersetzen. Dazwischen fehlt sonst die Lenkung.

  • Ohne Ziele keine Strategie. Strategien sind langfristig angelegt und bestehen aus Maßnahmenbündeln, nicht aus Einzelmaßnahmen. Sie müssen in taktische Schritte heruntergebrochen werden.
  • Ohne Strategie keine Taktik. Taktiken beziehen sich auf die Strategie und bringen sie voran. Fehlt der Bezug, entsteht Aktivität ohne Wirkung.

Insofern ist die Strategie ein Plan mit Richtliniencharakter. Sie bündelt unternehmerische Entscheidungen und kanalisiert, wofür Zeit und Geld eingesetzt werden.

Ihr nächster Schritt

Wenn Sie beim Praxistest gemerkt haben, dass Ihre Maßnahmen auf kein gemeinsames Ziel einzahlen, liegt die Arbeit eine Ebene höher. Wie Sie aus Ihren Zielen eine Unternehmensstrategie entwickeln, mit Wettbewerbsvorteil, Kundennutzen und Positionierung als Fundament, steht in diesem Beitrag: Unternehmensstrategie entwickeln

Geht es Ihnen dagegen um die Umsetzung, ist ein Marketingplan der passende nächste Schritt: In 7 Schritten zum wirkungsvollen Marketingplan

Und falls Sie beim Sortieren jemanden brauchen, der von außen draufschaut und unbequeme Fragen stellt: In einem kostenfreien Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, wo Sie stehen und was der nächste sinnvolle Schritt ist: zum Online-Kalender

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los gehts!

Unternehmensstrategie entwickeln: So gehen Sie vor

Unternehmensstrategie entwickeln: So gehen Sie vor

Vor Kurzem habe ich ein Buch über Intervallfasten gelesen, von vorne bis hinten. Erst das Wissen, dann die Rezepte. Viele Menschen machen es andersherum: Buch aufschlagen, direkt nach hinten blättern, Einkaufszettel schreiben, abends loslegen. Nach zwei Wochen ist alles wieder vorbei.

In Beratungsgesprächen höre ich dasselbe Muster. Ein Social-Media-Post nach dem anderen, in Snack-Größe, weil man das heute wohl so macht. Irgendwann kommt die Einsicht, dass etwas nicht stimmt. Dann wird alles über den Haufen geworfen und das nächste Rezept ausprobiert.

Eine Unternehmensstrategie entstehen zu lassen heißt, drei Entscheidungen bewusst zu treffen: welche Kundinnen Sie gewinnen wollen, mit welchem Angebot und über welche Aktivitäten. Aus diesen Festlegungen leiten sich Wettbewerbsvorteil, Kundennutzen und Positionierung ab. Erst danach kommen Marketing und die einzelnen Maßnahmen.

Kurz vorab: Strategie oder Taktik?

Die Strategie beschreibt das Ziel, die Taktik den Weg dorthin. Wenn Sie die Begriffe ausführlich abgegrenzt haben möchten, lesen Sie hier den Unterschied zwischen Strategie und Taktik. In diesem Beitrag geht es darum, wie Sie Ihre Strategie tatsächlich entwickeln.

Was ist eine Unternehmensstrategie?

Eine Unternehmensstrategie ist der langfristige Ansatz, mit dem Sie Ihre Unternehmensziele erreichen. Sie richtet die Organisation aus und sichert den wirtschaftlichen Erfolg über Jahre statt über Quartale.

In jeder Branche gibt es mehrere Positionen, die ein Unternehmen besetzen kann. Bei der Strategiefindung geht es darum, eine davon zu wählen. Nicht die beste im Allgemeinen, sondern die, die zu Ihrem Angebot, Ihrem Markt und Ihren Möglichkeiten passt.

Die drei Entscheidungen, um die Sie nicht herumkommen

Jede dieser Entscheidungen hat zwei Seiten. Die eine fällt leicht, die andere selten.
1. Die Kundinnen und Kunden, die Sie ansprechen wollen. Genauso wichtig ist die Festlegung, wen Sie nicht ansprechen.
2. Das Angebot, das Sie machen. Und die Produkte oder Leistungen, die Sie bewusst nicht anbieten.
3. Die Aktivitäten, mit denen Sie verkaufen. Und die, von denen Sie die Finger lassen.

Der zweite Teil jeder Entscheidung ist der, an dem es in der Praxis hakt. Ein Angebot, das für alle passt, hebt sich von nichts ab. Wenn Sie in den letzten zwölf Monaten keine Anfrage abgelehnt haben, ist das ein Hinweis darauf, dass diese Entscheidungen noch offen sind.

Drei Grundlagen für Ihre Strategie

1. Der komparative Wettbewerbsvorteil

Aus Ihrer Marktanalyse kennen Sie das Marktpotenzial und den Wettbewerb. Daraus lässt sich der komparative Konkurrenzvorteil bestimmen, also das, was Ihr Angebot im Verhältnis zu den anderen Angeboten am Markt auszeichnet. Entscheidend ist der Vergleich, nicht die absolute Qualität. Ein sehr guter Service ist kein Vorteil, wenn ihn alle bieten.

2. Der Kundennutzen

Der besondere Kundennutzen, oft als USP bezeichnet, beantwortet die Frage, warum jemand bei Ihnen kauft und nicht woanders. Er kann im Preis liegen, in der Qualität, im Service, in der Geschwindigkeit oder in der Erreichbarkeit. Ohne einen solchen Nutzen wird es schwer, dauerhaft am Markt zu bestehen.

3. Die Positionierung

Die Positionierung ist das gezielte Herausstellen der Stärken, durch die Ihre Zielgruppe Sie von anderen unterscheidet. Sie funktioniert nur im Kopf Ihrer Kundinnen, nicht auf Ihrer Website. Ein Test: Wenn eine Kundin einer Bekannten von Ihnen erzählt, welchen Satz sagt sie dann? Wenn Sie das nicht wissen, ist die Positionierung noch nicht fertig. Sechs konkrete Ansätze dafür finden Sie hier: 6 Tipps für eine erfolgreiche Positionierung .

Welche Wettbewerbsstrategie passt dazu?

Die Wettbewerbsstrategie ist der Teil Ihrer Unternehmensstrategie, der festlegt, wie Sie sich im Vergleich zu Ihren Mitbewerbern ausrichten. Nach Michael E. Porter gibt es drei Grundrichtungen: Qualität und Differenzierung, Preis, oder Spezialisierung auf eine Nische.

Welche zu Ihnen passt und woran Sie erkennen, dass Sie zwischen zwei Richtungen feststecken, steht ausführlich in diesem Beitrag: Wettbewerbsstrategie: Welche passt zu Ihrem Unternehmen?

Und jetzt die Social-Media-Häppchen?

Jetzt ja. Wenn Angebot, Zielgruppe und Positionierung stehen, wird aus Aktivität Wirkung. Der nächste Schritt ist ein Marketingplan, mit dem Sie Ihre Maßnahmen vorbereiten statt sie zu improvisieren:  In 7 Schritten zum wirkungsvollen Marketingplan .

Ein Prüfpunkt vorher: Gehen Sie Ihre drei größten Marketingaktivitäten der letzten Monate durch und ordnen Sie jede einer der drei Entscheidungen von oben zu. Was sich nicht zuordnen lässt, kostet Zeit ohne Richtung. 

 

👉 Wenn Sie dabei jemanden brauchen

Strategiearbeit scheitert selten am Wissen und fast immer an der Distanz zum eigenen Unternehmen. Genau dafür ist ein Blick von außen da:
In einem kostenfreien Erstgespräch schauen wir in 30 Minuten auf Ihre Situation und klären, wo der Hebel sitzt: zu meinem Online-Kalender – vereinbaren Sie gerne direkt einen Termin. Ich freue mich auf das Kennenlernen. 👋

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