Wettbewerbsstrategie: Welche passt zu Ihrem Unternehmen?

Wettbewerbsstrategie: Welche passt zu Ihrem Unternehmen?

Eine Wettbewerbsstrategie legt fest, wie Sie sich gegenüber Ihren Mitbewerbern ausrichten. Michael E. Porter beschreibt drei Grundrichtungen: Qualitätsführerschaft über Differenzierung, Kostenführerschaft über den Preis, oder Spezialisierung auf eine Nische. Für kleine und mittlere Unternehmen ist die Nische meist die einzige tragfähige Wahl, weil Kostenführerschaft Stückzahlen braucht.

Strategie Sie gewinnen über Voraussetzung Typisches Risiko
Qualität und Differenzierung überlegene Leistung, Design, Service Sie können den Unterschied belegen, nicht nur behaupten Der Aufpreis lässt sich nicht vermitteln
Preis günstigeres Angebot als der Wettbewerb schlanke Prozesse, hohe Stückzahlen Ein größerer Anbieter unterbietet Sie
Spezialisierung klar abgegrenzte Nische echte Tiefe im Thema Die Nische ist zu klein, um davon zu leben

Wozu eine Wettbewerbsstrategie überhaupt gut ist

Die Wahl der Wettbewerbsstrategie ist Teil Ihrer Unternehmensstrategie. Sie beantwortet eine einzige Frage: Warum sollte jemand bei Ihnen kaufen und nicht bei dem Anbieter drei Straßen weiter?

Michael E. Porter hat die drei Hauptrichtungen 1985 in seinem Buch „Wettbewerbsvorteile“ beschrieben. Die Wettbewerbsmatrix, die daraus entstanden ist, gehört bis heute zu den gebräuchlichsten Modellen, wenn es um Positionierungsmöglichkeiten am Markt geht.

1. Qualität und Differenzierung

Bei der Qualitätsführerschaft entsteht Ihr Wettbewerbsvorteil aus einer überlegenen Leistung. Im Mittelpunkt steht nicht der niedrige Preis, sondern das, was Sie besser machen: Produktqualität, Design, Beratung, Reaktionszeit, Betreuung nach dem Kauf.

Diese Strategie funktioniert, solange der Unterschied für Ihre Kundschaft sichtbar ist. Ein Handwerksbetrieb, der binnen 24 Stunden vor Ort ist, während der Wettbewerb zwei Wochen braucht, hat einen belegbaren Vorteil. Ein Betrieb, der auf seiner Website „höchste Qualität“ schreibt, hat keinen.

2. Der Preis

Die Kostenführerschaft verfolgt ein klares Ziel: günstiger anzubieten als alle anderen und darüber Marktanteile zu gewinnen. Erreicht wird das über minimale Produktions- und Vertriebskosten, standardisierte Abläufe, schlanke Prozesse und hohe Stückzahlen. Der Gewinn entsteht über die Menge, nicht über die Marge.

Für die meisten kleinen Unternehmen ist das keine realistische Option. Wer 12 Mitarbeitende hat, gewinnt keinen Preiskampf gegen einen Anbieter mit 400. Wenn Sie als kleiner Betrieb dennoch über den Preis verkaufen, ist das meist keine Strategie, sondern das Ergebnis fehlender Differenzierung.

3. Spezialisierung und Nische

Bei der Nischenstrategie konzentrieren Sie sich auf ein klar abgegrenztes Feld: ein kleines Marktsegment, eine bestimmte Kundengruppe, eine Region oder spezielle Leistungen, die für Großanbieter zu aufwendig sind.

Das Alleinstellungsmerkmal trägt hier besonders viel. Nischenangebote sprechen weniger Menschen an, dafür genau die richtigen. Für inhabergeführte Unternehmen ist das in der Regel die tragfähigste der drei Richtungen, weil Tiefe sich nicht über Größe ausgleichen lässt.

Michael Porter's Wettbewerbskräfte - five forces

Für welche Wettbewerbsstrategie Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem Markt, Ihrer Größe und Ihren Möglichkeiten ab.

Entscheidend ist, dass Sie sich wirklich festlegen – und diese Entscheidung dann konsequent in allen Bereichen Ihres Unternehmens umsetzen: im Preis, im Angebot, im Vertrieb und in der Kommunikation.

Der häufigste Fehler: dazwischen feststecken

Porter nennt es „stuck in the middle“. Gemeint ist ein Unternehmen, das weder das beste noch das günstigste noch das spezialisierteste Angebot hat, sondern von allem etwas.

Das passiert selten durch eine Entscheidung, sondern durch viele kleine. Ein Zusatzangebot hier, ein Sonderpreis für eine Bestandskundin dort, eine Anfrage angenommen, die eigentlich nicht ins Profil passte. Nach ein paar Jahren ist das Angebot gewachsen statt geplant.

Drei Anzeichen, an denen Sie das erkennen:

  • Sie begründen Ihren Preis regelmäßig, statt ihn zu nennen.
  • Neue Kundinnen kommen fast ausschließlich über Empfehlung, weil Ihr Angebot von außen schwer einzuordnen ist.
  • Auf die Frage, was Sie von anderen unterscheidet, brauchen Sie mehr als zwei Sätze.

So prüfen Sie Ihre eigene Position

Nehmen Sie Ihre drei wichtigsten Mitbewerber und beantworten Sie für jeden dieselben Fragen:

  1. Sind Sie teurer, günstiger oder gleich teuer?
  2. Was bekommt eine Kundin bei Ihnen, das sie dort nicht bekommt? Eine Eigenschaft, keine Liste.
  3. Würde Ihre Kundschaft diesen Unterschied genauso benennen wie Sie?

Wenn Frage 2 schwerfällt oder Frage 3 unklar bleibt, liegt die Arbeit nicht im Marketing, sondern eine Ebene tiefer. Wie Sie daraus eine Strategie ableiten, steht hier: Unternehmensstrategie entwickeln

Für welche Richtung Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem Markt, Ihrer Größe und Ihren Möglichkeiten ab. Wichtig ist, dass die Entscheidung in allen Bereichen Ihres Unternehmens ankommt, im Preis, im Angebot, im Vertrieb und in der Kommunikation.

Wenn Sie eine zweite Meinung dazu wollen

Die eigene Position von außen zu betrachten, ist der schwierigste Teil daran. In einem kostenfreien Erstgespräch gehen wir in 30 Minuten durch, wo Ihr Unternehmen im Wettbewerb steht und welche Richtung realistisch ist. zu meinem Online-Kalender

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Infografik: Was passiert in einer Minute im Internet?

Infografik: Was passiert in einer Minute im Internet?

60 SEKUNDEN VERGEHEN SCHNELL:  

Und in dieser Zeitspanne passiert so einiges im Internet. Was genau in einer Minute im Internet passiert geschieht, zeigt die alljährlich veröffentlichte Infografik von Loris Lewis und Chad Callahan.

Das passiert in einer Minute im Internet

In der vergangenen Minute haben Sie vermutlich diesen Blogbeitrag geöffnet und bis hierhin gelesen. Sehr gute Entscheidung – lesen Sie gerne weiter. 😊 Während Sie hier am Lesen waren, schafften es andere in einer Minute, schnell einen Kaffee zu holen, wenn der Weg zum Kaffeeautomaten nicht zu lange ist. Gleichzeitig waren Millionen von Menschen auch aktiv – viele davon online. Auch dieses Jahr zeigt die Studie, die bei All Access veröffentlicht wurde, wie allgegenwärtig das Internet ist und was in einer einzigen Minute im Internet passiert.

Zum wiederholten Male wurde diese farbenfrohe Grafik erstellt, um uns die Internetnutzung zu visualisieren. Jeden Moment agieren Millionen von Menschen mit Internetseiten, Apps oder sonstigen Web-Anwendungen. Facebook, Emails, Whatsapp, Twitter, Youtube, Netflix, Instagram, Tik Tok, … Die Welt ist vernetzt.

So werden in einer Minute circa 198 Millionen Emails versendet, 9132 LinkedIn – Kontakte geknüpft, rund 695.000 neue Instagram-Stories geteilt, circa 69 Millionen Nachrichten über Messenger-Dienste verschickt und knapp 1,6 Millionen US-Dollar in Online-Shops ausgegeben. Ist das nicht total spannend? Noch beeindruckender wird es im Vergleich mit den Vorjahren.

60 Sekunden Internet - der Vergleich zum Vorjahr

Der Vergleich zum Vorjahr – was hat sich geändert?

Beim Vergleich mit den vorherigen Jahren fällt auf, dass die Internet-Aktivitäten prinzipiell weiter ansteigen. Insbesondere beim Vergleich zum Vorjahr fallen einige große Veränderungen auf. Die Social-Media-Plattform Facebook nimmt weiter zu, Email- und Nachrichten-Versand über Messenger-Dienste sowie der klassische SMS-Versand wachsen weiter und die trendstarke Social-Media-Plattform TikTok hüpfte von 1.400 App-Downloads im Jahr 2020 auf 5.000 Downloads pro Minute. Auch die Online-Shopping-Umsätze in 60 Sekunden stiegen von 1,1 Mio. US-Dollar auf 1,6 Mio. US-Dollar kräftig an (zum Vergleich 2020). Neu in der Infografik ist LinkedIn mit über 9.000 Verbindungen, die Menschen in sechzig Sekunden hergestellt haben.

60 Sekunden Internet - der Vergleich zum Vorjahr

Fazit: Internetaktivitäten nehmen weiter zu

Alles sieht danach aus, als würden die Aktivitäten im Internet auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Dafür sorgen nicht zuletzt auch die schnellen Mobilfunknetze und der stetige Anstieg der Menschen, die Internetzugang haben. Die bisher schon beeindruckenden Zahlen werden also sicherlich steigen – und das, was in einer Minute im Internet passiert, wird bestimmt weiter faszinieren.

Mit dem Wissen, dass die Zahlen nicht komplett vollständig sind und durchaus eine gewisse Varianz vorhanden ist, bleibt die kommende Infografik abzuwarten, wenn sicherlich weitere digitale Auswirkungen der Pandemie zu erkennen sind.

Da ist einiges los in der digitalen Online-Welt. Wenn Sie sich mit mir über LinkedIn oder Xing vernetzen möchten, legen Sie am besten direkt los. 😃 Ich freue mich, auch Sie in meiner virtuellen Welt zu treffen. 👋

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Strategie oder Taktik? Der Unterschied einfach erklärt

Strategie oder Taktik? Der Unterschied einfach erklärt

Die Strategie ist das Ziel, die Taktik der Weg dorthin. Eine Strategie legt fest, wo Ihr Unternehmen in drei bis fünf Jahren stehen soll und über welche Eckpunkte. Taktiken sind die einzelnen Maßnahmen im Tagesgeschäft, mit denen Sie diese Strategie umsetzen. Ohne Strategie bleiben Taktiken beliebig. Ohne Taktiken bleibt die Strategie Theorie.

Merkmal Strategie Taktik
Zeithorizont 3 bis 5 Jahre Tage bis Monate
Leitfrage Wohin wollen wir? Was tun wir diese Woche?
Beispiel In drei Jahren kommen 40 Prozent des Umsatzes aus Wartungsverträgen Ab Oktober bekommt jede Rechnung ein Infoblatt zum Wartungsvertrag
Wer entscheidet Geschäftsführung, selten und bewusst Team, laufend

Was genau ist eine Strategie?

Der Begriff ist uralt. Er geht auf die griechischen Wörter „Stratos“ (das Heer) und „Agein“ (führen) zurück. Wer ein Heer führt, plant nicht den nächsten Schritt, sondern den Feldzug. Genau darum geht es auch im Unternehmen.

In die Betriebswirtschaftslehre kam das strategische Denken über die Spieltheorie. Dort ist eine Strategie ein vollständiger Plan, der für jede denkbare Situation eine Antwort bereithält.

Ein Schachspiel macht das anschaulich. Erfolg hat, wer nicht nur den eigenen nächsten Zug sieht, sondern auch die Züge der Gegenseite mitdenkt. Dieser vorausschauende Plan ist die Strategie. Der einzelne Zug ist es nicht.

Für Ihr Unternehmen heißt das: Eine Strategie ist ein Bündel richtungsweisender Entscheidungen, keine akribische Detailplanung. Sie beantwortet, welche Kundinnen Sie gewinnen wollen, mit welchem Angebot und worauf Sie bewusst verzichten.

Was genau ist eine Taktik?

Eine Taktik ist eine einzelne Maßnahme auf dem Weg zum Ziel. Im Unternehmen sind das die täglichen operativen Aufgaben: die Kaltakquise am Dienstagvormittag, die neue Landingpage, das Messeangebot im Frühjahr, der Rabatt zum Quartalsende.

Taktiken haben kurze Ziele und sind schnell austauschbar. Wenn eine nicht funktioniert, ersetzen Sie sie. Das ist kein Scheitern, sondern der Sinn der Sache.

Woran Sie im Alltag erkennen, was was ist

Im Netz wimmelt es von Strategien, die keine sind. „10 Strategien für besseren Content“ oder „Mit 5 Strategien verdoppeln Sie Ihre Follower“: gemeint sind Taktiken. Das klingt nach Wortklauberei, hat aber Folgen. Wer Taktiken für Strategien hält, wechselt alle paar Wochen die Richtung und wundert sich, warum nichts greift.

Ein Praxistest mit drei Fragen. Nehmen Sie eine Maßnahme, die Sie gerade umsetzen, und prüfen Sie:

  • Wenn diese Maßnahme in sechs Monaten wegfällt, ändert sich dann Ihr Ziel? Falls nein, war es eine Taktik.
  • Können Sie in einem Satz sagen, auf welches Ziel sie einzahlt? Falls nein, fehlt darüber die Strategie.
  • Haben Sie diese Maßnahme gewählt, weil sie zum Ziel passt, oder weil andere sie auch machen?

Warum die Reihenfolge zählt

Ziele lassen sich nicht direkt in operatives Handeln übersetzen. Dazwischen fehlt sonst die Lenkung.

  • Ohne Ziele keine Strategie. Strategien sind langfristig angelegt und bestehen aus Maßnahmenbündeln, nicht aus Einzelmaßnahmen. Sie müssen in taktische Schritte heruntergebrochen werden.
  • Ohne Strategie keine Taktik. Taktiken beziehen sich auf die Strategie und bringen sie voran. Fehlt der Bezug, entsteht Aktivität ohne Wirkung.

Insofern ist die Strategie ein Plan mit Richtliniencharakter. Sie bündelt unternehmerische Entscheidungen und kanalisiert, wofür Zeit und Geld eingesetzt werden.

Ihr nächster Schritt

Wenn Sie beim Praxistest gemerkt haben, dass Ihre Maßnahmen auf kein gemeinsames Ziel einzahlen, liegt die Arbeit eine Ebene höher. Wie Sie aus Ihren Zielen eine Unternehmensstrategie entwickeln, mit Wettbewerbsvorteil, Kundennutzen und Positionierung als Fundament, steht in diesem Beitrag: Unternehmensstrategie entwickeln

Geht es Ihnen dagegen um die Umsetzung, ist ein Marketingplan der passende nächste Schritt: In 7 Schritten zum wirkungsvollen Marketingplan

Und falls Sie beim Sortieren jemanden brauchen, der von außen draufschaut und unbequeme Fragen stellt: In einem kostenfreien Erstgespräch klären wir in 30 Minuten, wo Sie stehen und was der nächste sinnvolle Schritt ist: zum Online-Kalender

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Mindset-Tipps für die Existenzgründung

Mindset-Tipps für die Existenzgründung

DER 7-SCHRITTE-FAHRPLAN:

 
Viele Menschen haben großartige Gründungsgedanken. Und doch sind sie schon bei der Vorstellung all der notwendigen Schritte von der Geschäftsidee bis zum Launch des Unternehmens überwältigt. Dabei gibt es ein paar ganz einfache Tricks. Und darüber erfahren Sie in diesem Beitrag.

Ihr Mindset als Erfolgsfaktor

Ja, es lässt sich nicht abstreiten, dass aller Anfang schwer ist und dass ein Business-Aufbau nicht über Nacht erfolgt. Es stecken einige Monate oder auch Jahre an Arbeit, Kreativität, Innovation, Freude, Korrekturzyklen, Optimismus, Niederlagen, Anpassungen etc. in diesem spannenden Entwicklungsprozess. Was allerdings super-hinderlich ist, sind ausbremsende, limitierende Glaubenssätze!

Kommen auch Ihnen solche Gedanken bekannt vor: „Das schaff ich doch niemals“ oder „Ich habe dafür gar nicht genug Wissen“ oder „so wie XY das macht, bekomme ich es nie hin“? Ja, solche Gedanken können ziemlich hinderlich sein. Wussten Sie, dass genau solche negativen Glaubenssätze zu den stärksten Wachstumsbremsen von Business-Starter:innen gehören? Ihr Mindset ist also ein entscheidender Erfolgsfaktor – oder eben auch nicht… Und daran gilt es zu arbeiten!  🥳

Verschieben Sie also Ihren Fokus und sagen Sie sich „Ich schaffe das!“ 😎 Und dazu gibt es noch ein sehr hilfreiches Zauberwort: KLARHEIT. Denn die ist genau in dieser Phase sehr wichtig und entscheidend für den weiteren Verlauf. Starten Sie also Ihren Business-Aufbau mit Motivation, ganz viel Klarheit und einem genauen Fahrplan, der Sie unterstützt. So können Sie mit einem soliden Fundament endlich durchstarten.

So funktioniert der Business-Aufbau

➡️ Schritt 1: Der ultimative Trick lautet: Zäumen Sie das Pferd von hinten auf und überlegen Sie sich erstmal, wo Sie mit Ihrem Business hin möchten. Was ist also genau Ihr Ziel? Wie soll das Business sein? Wie wäre der Arbeitsalltag, wenn Sie Ihr erfolgreiches Unternehmen an den Start gebracht haben?

 ➡️ Schritt 2:  Im nächsten Schritt geht es darum, sich Teilziele zu setzen: Welche einzelnen Teilaufgaben sind notwendig, damit Sie Ihr gesetztes Ziel erreichen? Am besten schreiben Sie – wie in einem Brainstorming – erstmal alle Ideen unsortiert auf. Was muss alles erledigt werden, damit Sie zum Ziel kommen?

➡️ Schritt 3: Jetzt wird Ordnung reingebracht und Sie bilden für Ihre notierten Ideen thematische Oberbegriffe wie zum Beispiel: Angebot, Zielgruppe, Markt, Wettbewerb, Positionierung, Marketing, Verkaufsstrategie, Werbung etc.

➡️ Schritt 4: Für jeden Oberbegriff nehmen Sie sich anschließend etwas Zeit und definieren die Teilschritte, die für die jeweilige Aufgabe notwendig sind.

➡️ Schritt 5:  Setzen Sie sich für den Start Ihres Unternehmens einen festen, unveränderbaren Termin. Eine gute Orientierung sind 3-6 Monate. Diesen Termin vermerken Sie in Ihrem Kalender und schreiben Ihn auf ein großes Blatt Papier, das an Ihrem Arbeitsplatz befestigt wird.

➡️ Schritt 6: Erstellen Sie nun einen Zeitplan: Was gehen Sie als erstes, zweites, drittes (…) an? Wann genau werden Sie welche Aufgabe erledigt haben?

➡️ Schritt 7: Legen Sie los! Hilfreiche Tools zum Loslegen sind die Pomodoro-Technik und die 72 Stunden Regel.

Fazit

In einem chinesischen Sprichwort heißt es: „Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“ Wenn Ihnen etwas zu groß erscheint, dann lassen Sie sich nicht einschüchtern.

Also, legen Sie los! Sie packen das. 

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info@annagottschalk.de

 

VON GLAUBENSSÄTZEN UND WIE SIE IHRE KOMFORTZONE VERLASSEN

VON GLAUBENSSÄTZEN UND WIE SIE IHRE KOMFORTZONE VERLASSEN

SO LÖSEN SIE LIMITIERENDE GLAUBENSSÄTZE AUF:

 

Eigentlich passt doch alles. Sie haben eine Idee für ein spannendes Business-Vorhaben und würden so gerne den ersten Schritt gehen – endlich loslegen. Aber irgendwo hakt es, und es gelingt dann doch nicht.
Es sind nicht immer die äußeren Umstände, die uns am Erreichen unserer Ziele hindern. Oft übersehen wir, dass die wichtigste Bremse in uns selbst liegt: In den Einstellungen und Glaubenssätzen, die uns limitieren. Ob Sie frei von negativen Glaubenssätzen sind, die Sie immer wieder ausbremsen? Das können Sie jetzt herausfinden. 😊

Was genau sind eigentlich Glaubenssätze?

Wussten Sie, dass ausbremsende, limitierende Glaubenssätze zu den stärksten Wachstumsbremsen von Business-Starter:innen, Unternehmer:innen und ihren Unternehmen gehören. Sie sind tückisch, denn sie tarnen sich geschickt. Sie tun so, als seien sie die legitime Wahrheit – in Stein gemeißelte Realität. Aber eigentlich sind sie oftmals einfach nur falsch oder „fake news“ 😎 vom Gehirn.

Denn Glaubenssätze sind wie Kurzanleitungen für unser gewöhnliches Handeln. Sie sind innere, nicht hinterfragte Überzeugungen. Und sie beeinflussen unsere Wahrnehmung. Glaubenssätze unterstützen uns auch dabei, im Alltag Dinge zu verstehen, zuzuordnen und zu bewältigen. Wie der Name bereits sagt, sind es Sätze, an die wir glauben. 😊 Also Annahmen, die wir für unverrückbar und richtig halten.

Solche Überzeugungen und Gedankenmuster wurden durch unsere Kindheit und Erziehung geprägt. Deshalb sind sie tief in uns verwurzelt. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den ein oder anderen Schlüsselsatz Ihrer Eltern, Großeltern oder Lehrer:innen, die sich bis heute eingeprägt haben?

Es gibt förderliche und limitierende Glaubenssätze. Förderliche Glaubenssätze können echte Erfolgsbooster sein. Sie bringen uns nach vorne und eröffnen uns tolle Chancen und neue Wege. Als Gründer:in oder Unternehmer:in haben wir oftmals eine ganze Menge förderlicher Glaubenssätze: „Ich erreiche alles, was ich möchte“ oder „ich bin einzigartig und werde immer gebraucht“. Ja, das sind Erfolgsbooster! Und ohne solchen Überzeugungen hätten wir möglicherweise ein Business gar nicht erst gestartet.

Limitierende Glaubenssätze sind da anders: Sie boykottieren, dass wir unser volles Potenzial nutzen, schränken unsere Wirksamkeit ein und können uns oftmals Entschuldigungen dafür liefern, bestimmte Dinge nicht zu tun. Wo sie sitzen? Genau am Ausgang unserer Komfortzone.

Was ist die Komfortzone?

Die Komfortzone ist eine Lebensweise, in der wir uns wohl fühlen. Dort ist es bequem, es gibt wenig Risiko, und wir brauchen keinerlei Anstrengung, um etwas zu tun. Sie kann sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammensetzen, wie zum Beispiel eine jahrelange Anstellung, Partnerschaft, Bekannten- und Freundeskreis, oder der gewohnte Weg zur Arbeit. Es kann auch der Job sein, der aus unterschiedlichen Gründen nicht (mehr) gemocht wird, aber „zumindest“ Geld bringt oder eine Gründungsidee, die immer mehr und mehr perfektioniert wird, aber noch immer nicht umgesetzt wurde.

Was bedeutet „raus aus der Komfortzone“

Die Komfortzone zu verlassen bedeutet, mutig zu sein und die eigenen Unsicherheiten zu überwinden. Und es bedeutet, freier zu sein, denn wir lassen uns nicht mehr von Gewohnheiten einschränken.

Verstehen Sie jetzt, warum es immer mal gut sein kann, die Komfortzone zu verlassen? 😊 Tatsächlich kann sich ein solcher dauerhafter Aufenthalt in der persönlichen Wohlfühloase langfristig auf die Entwicklung auswirken. Besonders für Gründungspersonen, Führungskräfte und Unternehmer:innen ist es wichtig, immer wieder die eigene Komfortzone zu verlassen und sich in unbetretenes Terrain mit ungewissem Ausgang zu begeben. Denn Menschen, die sich immer nur in Gewohnheit und Sicherheit wiegen, Altbewährtes machen oder bloß nichts riskieren wollen, treten auf der Stelle.

Wie finde ich meine Glaubenssätze?

Am Ausgang der Komfortzone sitzen – wie kleine Grenzposten – die ausbremsenden Glaubenssätze. Wenn mir mein Glaubenssatz sagt „lass das lieber! So toll bist Du nicht!“ muss ich vieles nicht angehen: keine Ziele, keine Strategie, keine taktischen Maßnahmen. Ich muss keine kreativen Ideen und keine spannenden Inhalte entwickeln, mich nicht um meine Selbstvermarktung kümmern, keine Aufträge annehmen usw.  Dann habe ich zwar nichts realisiert, bin dafür aber wunderbar in meiner Komfortzone geblieben… Aber wollen wir das wirklich? Nein – definitiv nicht!

Als Gründer:in, Führungskraft oder Unternehmer:in wirken diese negativen Glaubenssätze leider gleich doppelt: Auf der einen Seite hindern sie dabei, über sich hinauszuwachsen. Und auf der anderen Seite wird auch das Business beim Wachsen gehemmt. Es lässt sich oft beobachten, dass genau die limitierenden Glaubenssätze eine Ursache dafür sind, dass Projekte nicht vorangetrieben oder umgesetzt werden und so Wachstum gehindert wird. 🙈 Ist das nicht tragisch?!

Das Gute dabei: Daran lässt sich arbeiten. 😃 Denn wir haben ein cleveres Gehirn, dass zwar auf der einen Seite veränderungshemmende Automatisierungen toll findet, aber auf der anderen Seite die Fähigkeit besitzt, die neuronalen Vernetzungen zu ändern. Es kann neue Verknüpfungen von Nervenzellen ausbilden, wenn wir für eine gewisse Zeit Neues tun oder Anderes denken. Dann können wir auch durch positive Glaubenssätze die neuronale Plastizität anregen, so dass sich Gedankengut im cleveren Gehirn dementsprechend verändert. Denn am Ende des Tages bestimmt unser Gehirn, wie wir unsere Wirklichkeit erleben.

Sobald Sie sich also darüber bewusst werden und negative Glaubenssätze 👻 aufdecken, können Sie Ihr persönliches Wachstum oder das Ihres Unternehmens auf ein völlig neues Level heben. Klingt das nicht spannend?

Denn, sind wir mal ehrlich: Bringen Sie Sätze weiter wie „Ich mache das schon immer so“, „Smartphones über 700 Euro kauft keine:r“ oder „Das kann doch nur jemand, der das schon seit Ewigkeiten baut“??  🤔 Wenn wir kurz darüber nachdenken wissen wir, dass Apple, Tesla und auch viele andere erfolgreiche Unternehmer:innen es einfach gemacht haben – möglichweise nachdem sie negative Glaubenssätze enttarnt haben.

Beispiele für limitierende, negative Glaubenssätze:

Negative Glaubenssätze lassen sich daran gut erkennen, dass sie sehr allgemein formuliert sind. „Immer“, „alle“, „jeder“, „grundsätzlich“ sind beliebte Satzanfänge limitierender Glaubenssätze, ebenso wie „ich bin …“ oder „ich bin kein…“. Hier ein paar Beispiele von Glaubenssätzen, denen ich in meiner Arbeit mit Business-Starter:innen, Manager:innen und Unternehmer:innen begegnet bin:

👉 „Nur wenn es richtig gut ist, kann ich mit dem Produkt auf den Markt. So bin ich halt.“ 
➜ Mögliche Limitation: Mein Perfektionismus-Trigger hält mich davon ab, mich endlich raus in die Welt zu trauen und loszulegen.

👉 „Ich bin Chef und nicht für die Führung im Team zuständig.“
➜ Mögliche Limitation: Ich setze mich nicht mit der Rolle als Führungskraft auseinander und lerne nicht, sie auszufüllen.

👉 „Als Unternehmen sind wir schon immer bescheiden.“
➜ Mögliche Limitation: Wir gehen nicht an die aktive Vermarktung.

Wie Sie Glaubenssätze identifizieren und auflösen

So offensichtlich uns auch manche Glaubenssätze bei andere Menschen erscheinen: In der Realität sind die eigenen so selten zu erkennen, denn sie erscheinen ja als legitime Wahrheiten. Und das clevere Gehirn sorgt dafür, dass wir langfristig an ihnen festhalten.

Und besonders wenn Phasen der Veränderung im Leben eintreten, werden wir oft mit unseren Glaubenssätzen konfrontiert. Wer alte Gewohnheiten verlässt und noch nicht ganz in den neuen angekommen ist, braucht eine gute Portion Optimismus: Das Wissen, dass alles gut wird und die Brücke uns über den gefühlten Abgrund trägt. Dieser Optimismus hat viel mit allgemeinem Vertrauen und Selbstvertrauen, Haltungen und Einstellungen, Werten und positiven Glaubenssätzen zu tun.

Bei der Arbeit mit Glaubenssätzen geht es darum, Gedanken, mit denen Sie sich selbst im Weg stehen, zu identifizieren und durch bewusst wiederholte Übungen aufzulösen.

4 Schritte, um negative Glaubenssätze aufzulösen

➡️ Schritt 1: Identifizieren Sie den limitierenden Glaubenssatz

Kommen Sie dem Glaubenssatz, der Sie am meisten hindert, auf die Schliche. 🧐 Hören Sie in sich rein. Oder fragen Sie in Ihrem Umfeld nach Sätzen, die Sie immer wieder vorbringen. Oft braucht es auch externe Personen, die Sie dabei unterstützen, Ihre Glaubenssätze aufzudecken.

Wo schränken Sie Ihr Handeln ein, weil etwas „einfach nicht geht“ oder Sie „halt schon immer so sind“? Wo glauben Sie gibt es etwas, dass Sie „prinzipiell nicht können“?

 

 ➡️ Schritt 2: Hinterfragen Sie den limitierenden Glaubenssatz

Ein Satz, den Sie glauben – ein Glaubenssatz ✌️ – ist nur so lange wirksam, wie Sie ihn für wahr halten. Also ist es an der Zeit, das Gegenteil zu beweisen.

Folgende Fragen können unterstützen:

  • Ist es wirklich wahr?
  • Wo schränkt mich dieser Glaubenssatz ein?
  • Was waren seine „guten“ Seiten?
  • Wobei genau hindert mich der Glaubenssatz, meine Komfortzone zu verlassen?
  • Gab es bereits Situationen, die diesem Glaubenssatz widersprachen? Wenn ja, was ist passiert? Welche neuen Möglichkeiten und Freiheiten ergaben sich dann?

➡️ Schritt 3: Verändern Sie den Glaubenssatz zu einem positiven neuen Bild

Und, wie war Ihr Hinterfragen des Glaubenssatzes? Da Sie nun wissen, dass es auch anders geht, steht als nächstes das Verinnerlichen an: Verändern Sie jetzt Ihre Wahrnehmung so, dass Sie direkt mehr Leichtigkeit spüren.

Folgende Fragen können unterstützen:

  • Wie fühlt sich Ihr Leben ohne diesem limitierenden Glaubenssatz an?
  • Was passiert, wenn ich den Glaubenssatz aufgebe? Was wird dann möglich? Wie fühlt sich das Leben an?
  • Welcher konstruktive Glaubenssatz wäre ein guter Ersatz?
  • Wie fühlt es sich an, wenn Sie den neuen Glaubenssatz hören?

➡️ Schritt 4: Umsetzen und Reflektieren

Jetzt heißt es „Tschüss alter Glaubenssatz und willkommen neuer Glaubenssatz“!  😎 … wenn das nur so einfach wäre! Denn Glaubenssätze sind hartnäckig. Wie oft gab es schon Momente, in denen wir wussten, dass es anders besser wäre? Und doch sind wir in die alten Gewohnheiten verfallen.

Daher ist es wichtig, besonders in diesen Phasen regelmäßig zu reflektieren, ob die limitierenden Glaubenssätze wieder aktiv sind. Vielleicht hilft es Ihnen auch, mit Zielen zu arbeiten (Ziel: „Ich möchte den Glaubenssatz xy in meinem Mindset etablieren“). Oder Sie hinterfragen hinzukommend Ihre Motivation.

Fazit

Ist das nicht eine spannende Sache mit den Glaubenssätzen und der Komfortzone? Also, legen Sie los und sammeln Sie alle „ich bin so“ oder „so ist es halt“-Sätze und überlegen Sie: Was sagt das über meine Glaubenssätze aus? Wo limitiere ich mich oder das Unternehmen? Wie kann ich es lösen? Und was wird möglich, wenn ich diese Bremse endlich löse?

Viel Spaß dabei und gutes Gelingen 😊 Und sollten Sie Fragen oder das Bedürfnis haben, an Ihren Glaubenssätzen professionell zu arbeiten, dann kontaktieren Sie mich gerne. Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme. 👋

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