Branchen- und Pestel-Analyse – Methoden für die Strategieentwicklung

Branchen- und Pestel-Analyse – Methoden für die Strategieentwicklung

DIESE BEIDEN TOOLS SIND MAGISCHE HELFER FÜR MEHR STRATEGISCHE KLARHEIT:

 

Die Strategie ist Grundlage für alle Entscheidungen, schafft Klarheit und steigert im Idealfall das Ergebnis des Unternehmens. Das wissen wir doch alle. 😎 Dennoch fehlt es im Tagesgeschäft oftmals an Zeit, sich diesem Entwicklungsprozess zu widmen. Und dann leidet die Strategiearbeit. Aber wie lassen sich dann Änderungen im Geschäftsumfeld einfach erkennen? Als Ausgangspunkt können die Five Forces-Branchenanalyse und die PESTEL-Analyse magische Helfer sein.

Warum ist die Strategieentwicklung so wichtig?

Wie rasch sich externe Bedingungen verändern, sehen wir derzeit bei der Corona-Pandemie. Von jetzt auf gleich haben sich Branchen, Märkte und Wettbewerbssituationen gewandelt. Auch das Konsumentenverhalten änderte sich. Ob dies nur vorübergehend ist, bleibt abzuwarten. Aber schon diese Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, immer wieder die strategische Ausrichtung zu hinterfragen und externe sowie interne Faktoren anzupassen.

Denn die Strategie ist der Big Plan – Ihr Plan, der im Unternehmen mittel- und langfristig Geltung haben sollte. Sie ist das Bindeglied zwischen unternehmerischen Zielen und den laufenden operativen Maßnahmen. Daher sind die Strategiebildung und die anschließende Formulierung der Umsetzungsschritte ein kontinuierlicher Prozess. Und ein solcher sollte immer wieder kritisch überprüft werden– oder etwa nicht? 🤔

Weil Strategien in der Ist-Situation langfristig geplant werden, sind sie zukunftsorientiert – also auch ungewiss. Ist es dann nicht für eine gescheite, nachhaltige Planung plus einem besseren Gefühl hilfreich, besonders in dieser turbulenten Zeit einen strukturierten Überblick zu haben und dabei externe Einflussfaktoren zu berücksichtigen? Genau deswegen sollten Sie unbedingt weiterlesen. 

Für diejenigen, die eine verlässliche Kristallkugel haben 🔮, sind die Tools vielleicht erstmal nicht von Interesse – denn Infos über die Zukunft erhalten Sie ja auf diese Art 😉. Das ist korrekt. Aber trotz des Wissens über die Zukunft kann ich Ihnen nur wärmstens empfehlen, Ihre Branche, Märkte und Rahmenbedingungen zu verstehen, so dass Sie Veränderungen frühzeitig erkennen und darauf reagieren können. Denn dann erst kann Marketing – also der Umgang mit Märkten – beginnen… macht Sinn, oder? 😎

Wichtige Tools zur Entwicklung erfolgreicher Unternehmensstrategien

Strategische Tools, wie die Branchenstrukturanalyse nach dem Fünf-Kräfte-Modell oder die PESTEL-Analyse können dabei unterstützen, extern einwirkende Kräfte zu identifizieren.

Zudem werden sie verwendet, um die Zukunft eines Unternehmens besser einzuschätzen und dann erfolgreiche, strategische Entscheidungen treffen zu können. Dadurch erhalten Sie mehr Klarheit und Sicherheit. Klingt spannend? 😊 Dann schauen wir uns die zwei magischen Helfer mal genauer an.

Branchenstrukturanalyse nach Porter

Eine der bekanntesten Methoden der Strategieentwicklung ist die Branchenstrukturanalyse nach dem Fünf-Kräfte-Modell (englisch: five forces) von Michael E. Porter.

Bei diesem marktorientierten Ansatz stehen vor allem die eigene Positionierung und die präzise Analyse der jeweiligen Branche im Vordergrund. Ziel ist neben dem Auffinden der optimalen Position und der attraktiven Branchen ebenso die Erarbeitung klarer Wettbewerbsvorteile.

Das Fünf-Kräfte-Modell im Detail:

Die „Branche“ ist ja bekanntlich eine Sammelbezeichnung für Unternehmen, deren Produkte bzw. Dienstleistungen sich ziemlich ähneln oder sich sogar gegenseitig weitgehend ersetzen können(t)en. Mithilfe des guten Analyserasters und den klar vorgegebenen Strukturen lassen sich zentrale Einflussgrößen im direkten unternehmerischen Umfeld erkennen.

👍 Am interessantesten ist in diesem Modell die Situation, in der die fünf Wettbewerbskräfte eine möglichst geringe Ausprägung aufweisen.
👎 Im Gegenzug gilt: Je stärker die Bedrohung durch die fünf Triebkräfte in einer Branche ist, desto unattraktiver ist die Branche und desto schwieriger wird es sein, einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.
👉 Es ist übrigens wichtig bei dieser Bearbeitung, nicht nur die direkt erkennbaren, konkurrierenden Unternehmen zu betrachten, sondern alle fünf Wettbewerbskräfte als Ganzes.

Faktoren der Branchenstrukturanalyse:

Die Attraktivität einer Branche wird durch diese fünf Wettbewerbskräfte bestimmt:

  1. Rivalität unter den Wettbewerber:innen
  2. Bedrohung durch neue Konkurrent:innen
  3. Verhandlungsmacht der Abnehmer:innen
  4. Verhandlungsmacht der Lieferant:innen
  5. Bedrohung durch Ersatzprodukte bzw. Substitute

➡️ Wettbewerb in der eigenen Branche:

Diese Fragen unterstützen bei der Erarbeitung und Formulierung:

  • Wer sind die Wettbewerber:innen? Was macht die Konkurrenz genau?
  • Was sind Stärken und Schwächen des Wettbewerbs?
  • Wie viele Wettbewerber:innen gibt es?
  • Wächst / schrumpft die Branche?
  • Gibt es Eintritts-/ Austrittsbarrieren?

 

➡️ Mögliche neue Konkurrenten:innen

Diese Fragen unterstützen bei der Erarbeitung und Formulierung:

  • Wie attraktiv ist die Branche? Ist die Branche am Wachsen?
  • Wie groß ist die Chance, dass neue Unternehmen dazu kommen?
  • Wie hoch sind die Eintrittsbarrieren?
  • Wie bedrohlich könnten potenzielle, neue Wettbewerber:innen sein?
  • Lassen sich vorhandene Eintrittsbarrieren hoch halten?

 

➡️ Verhandlungsmacht von Kund:innen und Abnehmer:innen:

Diese Fragen unterstützen bei der Erarbeitung und Formulierung:

  • Liegt ein Anbieter- oder Käufermarkt vor?
  • Wie sieht die Preissensibilität der Kund:innen aus?
  • Lassen sich Kund:innen preisunsensibler machen? Wie lassen sie sich binden?

 

➡️ Verhandlungsmacht von Lieferanten und Geschäftspartner:innen:

Diese Fragen unterstützen bei der Erarbeitung und Formulierung:

  • Gibt es eine Abhängigkeit und wenn ja, wie groß ist sie?
  • Sind Lieferanten/Geschäftspartner:innen austauschbar?
  • Wie sieht es mit einer möglichen Verhandlungsstärke aus?
  • Wie stark ist der Wettbewerb unter ihnen?

 

➡️ Bedrohung durch Ersatzprodukte bzw. substituierbare Dienstleistungen:

Diese Fragen unterstützen bei der Erarbeitung und Formulierung:

  • Kann das Bedürfnis der Kund:innen auch anders gestillt werden?
  • Gibt es neue Technologien, Tools, Produkte, Dienstleistungen mit spezifischen Vorteilen?
  • Warum ist mein Unternehmen besser, warum sollten die Kund:innen sich für mich entscheiden?

 

👉 Grandios, oder? 😊 Durch die vorgegebene Strukturen lassen sich schnell zentrale Einflussgrößen im relevanten Umfeld erfassen und mögliche Entscheidungsbedarfe werden sichtbar. Übrigens: Um erfolgreich auf dem Markt zu agieren, sollte sich nach Michael E. Porter das Business für eine der sogenannten generischen Wettbewerbsstrategien entscheiden. Das Ziel ist es, Wettbewerbsvorteile zu erreichen bzw. eine gewinnoptimale Lage innerhalb der Branche zu verteidigen. Es wird unterschieden zwischen drei Ansätzen zur Realisierung der Wettbewerbsstrategie.

DIE PESTEL-ANALYSE bzw. der detaillierte Blick von außen

Während Porters five forces das direkte strategische Umfeld in einer Branche analysiert, wird mit der PESTEL- bzw. PESTLE-Analyse das gesamte Makroumfeld unter die Lupe genommen. So lässt sich mit diesem strategischen Tool eine detaillierte Übersicht des makroökonomischen Unternehmensumfeldes in Hinblick auf bestimmte Einflussfaktoren sowie deren Auswirkungen erarbeiten. Ziel ist es, diese Faktoren aus allen relevanten Gesellschaftsbereichen zu identifizieren, die sich direkt oder indirekt auf Ihr Business und dessen Agieren am Markt auswirken.

👉 Besonders im Rahmen einer Unternehmensgründung oder bei der Neupositionierung ist dieses Tool sehr hilfreich. Oft werden die Ergebnisse dieser Umfeldanalyse anschließend im Rahmen einer SWOT-Analyse mit den internen Stärken und Schwächen des betrachteten Unternehmens abgeglichen und als zentraler Bestandteil des Businessplans verwendet. Für was auch immer das strategische Werkzeug genutzt wird: Es lassen sich interessante Handlungsspielräume bestimmen und Maßnahmen für die Strategie-Entwicklung ableiten. Und das ist super. 😃


Übrigens steht PESTEL für die englischen Anfangsbuchstaben der insgesamt sechs definierten äußeren Kriterien, die auf ein Unternehmen einwirken können. Das Akronym steht für politische, wirtschaftliche, soziale, technologische, ökologische und rechtliche Faktoren.
Nebenbei sei auch erwähnt, dass es Variationen der PESTEL Analyse gibt, wie beispielsweise STEEP, PEST oder PESTLIED, die jeweils weitere Faktoren mit einbeziehen oder ausschließen. In diesem Blogbeitrag bleiben wir jedoch bei PESTEL, da es aus meiner Sicht die grundlegenden Faktoren umfasst. Zudem möchte ich meine erstellte Infografik nicht verändern. (Der letzte Satz war ein Spaß. 😉 Ich wollte nur Ihre Aufmerksamkeit testen. 😃 Ja, ich weiß, dass das hier viel Theorie ist, aber das Ergebnis dieser Analysen kann sehr aufschlussreich sein. Ich verspreche es ✌️. Also lassen Sie uns direkt weitermachen).

Die PESTEL-Analyse im Detail:

Die klassische PESTEL-Analyse beinhaltet die folgenden Einflussfaktoren:

➡️ Political – Politische Faktoren:

Politische Einflussfaktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für den Standort eines Unternehmens oder bei der Wahl neuer Märkte.

Welchen Einfluss haben Politik und Regierung auf das Unternehmen? Gesetze, Regulierungen, Subventionen, Förderungen, Sicherheits- bzw. Gesundheitsvorschriften oder auch außenpolitische Aktivitäten, also über die Landesgrenzen hinaus, können zu veränderten Bedingungen im Business führen.

 

➡️ Economic – Ökonomische Faktoren:

Kein:e Käufer:innen – kein Business. Daher ist es wichtig, die Kaufkraft der Zielgruppe zu kennen. Und die wiederum ergibt sich daraus, wie sich allgemein die Wirtschaft entwickelt.

Wie sehen zum Beispiel der Arbeitsmarkt und die Arbeitslosigkeit aus? Wie steht es um Wirtschaftswachstum, Inflation, Wechselkurse oder das durchschnittliche verfügbare Einkommen? Diese Faktoren wirken auf das Angebots-/Nachfrageverhältnis sowie die Güter- und Kapitalmärkte ein.

Zu betrachten sind daher unter anderem makroökonomische Kennzahlen wie Inflationsrate, Wechselkurs-Schwankungen oder Arbeitslosenzahlen in den relevanten Markt-Segmenten.

 

➡️ Social – Soziokulturelle Faktoren:

Diese Einflussfaktoren beziehen sich auf die Struktur der Gesellschaft und auf Besonderheiten, die ein Unternehmen berücksichtigen sollte. Dazu gehört zum Beispiel auch ein verändertes Kaufverhalten oder generell veränderte Lebensweisen.

Weitere Überlegungen können sein: Wie sieht die demographische Bevölkerungsentwicklung aus? Gibt es Faktoren, die zu Veränderung von Werten und Normen oder Gesellschaftsstrukturen führen? Wie sieht das Bildungsniveau, die Religionszugehörigkeit oder das Rollenverständnis aus? Lassen sich Unterschiede erkennen? Gibt es Trends oder neue Grundeinstellungen? Wie verhalten sich bestimmte Generationen? Welche sozialen Standards herrschen in der Gesellschaft? Gibt es Tabus, die dringend vermieden werden sollten, oder einen Wertewandel, der das Unternehmen beeinflussen könnte?

Welche Normen, Werte und Traditionen herrschen in der Gesellschaft – insbesondere bei der Zielgruppe? Ebenso geht es um Alters- und Einkommensverteilung, der Bedeutung von Sicherheit, Gesundheitsbewusstsein, Lebenseinstellungen und um mögliche kulturelle Barrieren.

 

➡️ Technological – Technologische Faktoren:

Für strategische Entscheidungen sind technologische Faktoren ebenfalls wichtig. Denn sie können sowohl Abläufe als auch Geschäftsmodelle beeinflussen. 

So haben der Einsatz und die Anwendung neuer Technologien Einfluss auf viele Prozesse. Die Digitalisierung ist aktuell als technologischer Einflussfaktor ein großes Thema. Durch diese werden bestehende Abläufe, Herstellungsprozesse und Wertschöpfungsketten durcheinandergemischt, in Frage gestellt, überdacht oder erneuert.

In welchem Stadium befindet sich die Digitalisierung bzw. wie sind Logistik- und IT-Infrastruktur ausgestattet? Ist das Unternehmen hinsichtlich Innovationen auf dem neuesten Stand? Wie steht es um die Kommunikationstechnologie? An welchen Medien oder Plattformen kommt man gerade nicht vorbei? Welche neuen Informations- oder Kommunikationstechnologien werden genutzt oder sogar gefordert – und wie gut oder schlecht wirkt sich das auf Ihr Business aus?

 

➡️ Environmental – Ökologisch-geographische Faktoren:

Ökologisch-geographische Faktoren haben Auswirkung auf die Beschaffenheit der Infrastruktur und die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen.

Welche Umweltauflagen gibt es? Wie einfach sind Rohstoffe verfügbar? Wie hat sich das Konsumverhalten bezüglich Nachhaltigkeit verändert? Gibt es lärm-, luft- oder wasserspezifische Vorgaben? Weitere Einflussfaktoren könnten die folgenden sein: Klimawandel, Naturkatastrophen, allgemeiner Verbrauch, Entsorgung, Recycling, generelle Verschmutzungen.

 

➡️ Legal – Rechtliche Faktoren:

Die rechtlichen Einflussfaktoren legen ein gesetzliches Gerüst fest. Sie haben Einfluss auf das Rechtssystem und das Rechtsbewusstsein des jeweiligen Marktes.

Wie sieht das Steuer-, Wettbewerbs- oder Kartellrecht aus, bzw. welche Auflagen müssen bezüglich Produkthaftung oder Arbeitsschutz eingehalten werden? Gibt es Kennzeichnungs- oder Genehmigungspflichten, Produkthaftung, Werbeverbote, spezielle Anwendungs- oder Produktnormen?

Fazit

Ist es nicht großartig, wie Sie anhand dieser beiden strategischen Werkzeuge eine klar vorgegebene Struktur und ein Rahmenwerk für Ihre Analyse haben? Wenn Sie diese beiden regelmäßig aktualisieren, haben Sie immer einen guten Überblick über Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen. So lassen sich durch diese strukturierte Informationsgewinnung schnell strategische Entscheidungen und taktische Maßnahmen ableiten.

Ja, wenn die Kräfte in der Branche und im Umfeld verstanden werden, kann dies eine langfristige Profitabilität gewährleisten. Also holen Sie gleich Stift, Papier und probieren Sie die schlauen Werkzeuge direkt aus. 😃 Bitte vergessen Sie dabei nicht, dass es sich immer um eine Momentaufnahme handelt. Besonders in diesen Bereichen sind fortlaufend dynamische Veränderungen zu erwarten! Und wie soll es auch anders sein: Entsprechend dieser Dynamiken auf den jeweiligen Märkten sollten solche Analysen regelmäßig aktualisiert werden.  

Viel Erfolg dabei!  🥳

➡️ Und sollte Ihnen im Tagesgeschäft die Zeit oder in der Organisation die Erfahrung für die Strategieentwicklung fehlen, dann kontaktieren Sie mich. Hier setze ich sehr gerne mit Ihnen an, indem wir gemeinsam die richtige Strategie für Ihr Business finden: Und das, in einem gut strukturierten Prozess – anwendungsbezogen, damit dieser zu Ihnen als Mittelständler:in passt.  😊

Im Übrigen kann meine Beratung auch staatlich gefördert werden. Das Land Hessen fördert zum Beispiel neben der klassischen Gründungsberatung auch die Beratung zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen sowie Produkten und Dienstleistungen. Darüber hinaus kann die vom Land Hessen geförderte Perspektivenberatung Unternehmen unterstützen, die sich bedingt durch die Corona-Krise in eine unternehmerische Schieflage befinden. Klingt spannend? Ist es auch. 😊 Ich bin gelistete Beraterin beim RKW Hessen. Schauen Sie gerne dort online vorbei, oder kontaktieren Sie mich unverbindlich, um alles weitere zu besprechen. Gerne können Sie hier direkt in meinem Kalender ein kostenfreies Erstgespräch eintragen, in dem wir gemeinsam alles Weitere besprechen. Lassen Sie uns anpacken, was vor Ihnen liegt. Ich freue mich auf Sie und unser Kennenlernen.  👋

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Pomodoro – Das beste Rezept für produktives Arbeiten

Pomodoro – Das beste Rezept für produktives Arbeiten

WIE SIE MIT DER POMODORO-TECHNIK EINFACH LOSLEGEN UND SCHNELL ERFOLGE SEHEN:

 

Wer produktiv arbeiten möchte, sollte immer mal Pausen machen, am besten regelmäßig, also alle 25 Minuten. Zumindest empfiehlt es so die Pomodoro-Technik, die bereits seit vielen Jahren als ein einfaches und effektives Tool gilt.

Warum Pomodoro?

„Pomodoro“ – das lässt einen schnell an leckere Rezepte und Gerichte denken. Geht es Ihnen auch so? 🤔 Aber in diesem Fall geht es in erster Linie um Produktivität und Zeitmanagement. Und den Namen verdankt diese tolle Methode ihrem Erfinder, dem italienischen Unternehmer Francesco Cirillo. Denn er verwendete für seine Optimierung zum Erfassen der Zeit eine Küchenuhr in Tomaten-Form.

Und so kam es zu Pomodoro. Denn „Pomodoro“ bedeutet in der italienischen Sprache Tomate 🍅. Weil viele bei Tomaten an Italien und Essen, Urlaub, Sonne, Süden und tolle Rezepte denken, sind wir doch gleich noch motivierter und produktiver. 😎

Wie funktioniert die Pomodoro-Technik?

Die Pomodoro-Technik ist eine beliebte Produktivitätstechnik. Durch den Wechsel von ungestörten Arbeitsphasen und kurzen Pausen können vielleicht auch Sie sich bald besser konzentrieren und im Ganzen produktiver arbeiten.

Denn so lassen sich Ziele noch erfolgreicher umsetzen: Sie haben einen strukturierten Plan für die einzelnen Schritte, Ihr Ziel ist klar vor Augen, und die wichtigen Pausen werden nicht vergessen.

Das ist Ihr Grundrezept dafür:

Sie benötigen: ein Blatt Papier 📋, einen Stift 🖊, einen Wecker ⏰ – und schon kann es losgehen!

 

☑️ Wählen Sie eine Aufgabe aus, die Sie erledigen möchten.
☑️ Notieren Sie sich in kurzer Form, was dafür zu tun ist, und priorisieren Sie mithilfe einer To-do-Liste die Aufgaben.
☑️ Stellen Sie Ihren Wecker auf 25 Minuten – und los geht‘s.
☑️ Sobald der Wecker klingelt, haken Sie ab, was Sie erledigt haben.
☑️ 5 Minuten Pause.
☑️ Dann geht’s weiter: Sie arbeiten wieder 25 Minuten, dann wieder Pause usw. …
☑️ Nach 4 Arbeitsphasen machen Sie eine längere Pause von 20 – 30 Minuten.

 

Notieren Sie sich am besten direkt nach den vier Arbeitsphasen Ihren Fortschritt. Möglicherweise lässt sich schon jetzt eine kleinere Aufgabe als erledigt abhaken. 😊 Wenn eine größere Aufgabe gerade ansteht, arbeiten Sie in dieser Form einfach weiter.

Je nachdem, was zu erledigen ist, können Sie in dieser Form den ganzen Tag lang Ihr Projekt ausführen. Oder Sie planen eine weitere Arbeitsphase für die nächsten Tage.

Es ist hilfreich, dafür einen Tageskalender zu verwenden. 🗓 Idealerweise planen Sie die Pomodoro-Intervalle und die dazugehörigen Zeiten am Vorabend oder direkt morgens zu Beginn des Arbeitstages. So starten Sie gleich strukturiert durch.

Hilfsmittel, Apps und besondere Zutaten

Sicherlich gibt es die eine oder andere Kritik an der Pomodoro-Technik. Diese findet hier aber keinen Platz – heute gibt es nur Komplimente. 😊 Für mich ist einer der Vorteile, dass sie sich ohne große Vorbereitung anwenden lässt.

Gebraucht werden lediglich Zettel und Stift, um die Aufgaben bzw. To-dos notieren zu können, und ein Wecker.

Wer statt der klassischen Küchenuhr eine digitale Lösung bevorzugt, kann sich für eine der zahlreichen Pomodoro-Anwendungen für Computer und Handy entscheiden. Anbei eine kleine Auswahl aus dem Internet:

Tomato.es = ein 25-Minuten-Timer im Browser, auf Wunsch sogar mit Ticken,

TomatoTimer = ein weiterer im Internet verfügbarer Timer, mit Optionen für fünf- oder zehnminütige Pausen,

Marinara-Timer = eine Web-App mit 3 unterschiedlichen Timer-Funktionen (traditioneller Pomodoro-Wecker und individuell anpassbare Timer),

Strict Workflow = eine Browser-Erweiterung für Google Chrome, die früher übrigens Strict Pomodoro hieß. „Streng“ ist sie noch immer, denn während der 25-minütigen Einheiten blockiert sie alle Internetseiten oder

Flat Tomato = eine kostenlose Time-Management-App für das iPhone, mit Timer und zusätzlich integrierter Aufgabenliste.

• Focus To-Do = diese App kombiniert Pomodoro-Timer, Aufgabenmanagement, detaillierte Berichte und bietet zudem auswählbare Hintergrundgeräusche für das konzentrierte Arbeiten. Die nahtlose Synchronisation innerhalb iPhone, Mac, Android, Windows, iPad, Apple Watch ist laut Hersteller möglich.

Fazit

Was ist das Besondere an der Technik und einem solchen festen Plan?

➡️ Das Besondere ist, dass Sie sich die Zeit nehmen, Ihr Ziel klar zu visualisieren und dann wissen, was und wohin Sie möchten. Denn oftmals ist der erste Schritt der schwierigste – und diesen haben Sie dann bereits gemacht. 😊 Denn gerade bei Aufgaben, die uns besonders groß bzw. herausfordernd erscheinen oder die wir nicht gerne erledigen, ist das oft gar nicht so einfach. Und mit dieser Technik werden die Aufgaben in überschaubare Teilaufgaben zerlegt. Dadurch kostet das Anfangen weniger Überwindung.

➡️ Zudem planen Sie eine Zeit ein, in der Sie ohne Ablenkungen an Ihrem Thema dranbleiben. Um nicht gestört zu werden, ist Ihr Handy natürlich auf Flugmodus (oder zumindest lautlos), beim Telefon ist in der Zeit der Anrufbeantworter aktiviert, E-Mails werden nicht gelesen.

➡️ Auch toll ist, dass die Arbeitsphasen kurz genug sind, um fokussiert und konzentriert dran zu bleiben, aber auch lang genug, um etwas zu schaffen. Hinzu kommt, dass die wertvollen Pausen nicht vergessen werden und einen festen Platz haben. 🤓 Weil regelmäßige Pausen neue Energie bringen.

➡️ Nachdem Sie eine gewisse Zeit diese Technik angewendet haben, bekommen Sie durch das Protokollieren einen guten Überblick, wie viel Zeit Sie für Ihre Aufgaben benötigen und wann Ihre besonders produktiven Phasen sind.

➡️ Last but not least: Sie sehen Ihren Erfolg! Schon die kleineren Pausenabschnitte zeigen Ihnen, dass Sie etwas geschafft haben. Und das motiviert für den nächsten Schritt. 🤩

Die Pomodoro-Methodik lässt sich natürlich auch individuell anpassen. Vielleicht gibt es eine Aufgabe, bei der Sie so im Fluss sind, dass Sie die einzelnen Abschnitte lieber etwas länger machen? Kein Problem – aaaaaber vergessen Sie bitte trotzdem nicht die Einhaltung der Pausen. Weil regelmäßige Pausen neue Energie bringen. ✨

Und, was halten Sie von der Technik? Wann probieren Sie sie mal aus? Wie motivieren Sie sich, an einer Aufgabe dranzubleiben? Schreiben Sie mir gerne. Ich freue mich über jede Nachricht. 👋

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ZUKUNFT „NACH CORONA“ – PERSPEKTIVEN FÜR DEN HANDEL SOWIE KLEINE UNTERNEHMEN

ZUKUNFT „NACH CORONA“ – PERSPEKTIVEN FÜR DEN HANDEL SOWIE KLEINE UNTERNEHMEN

SO KÖNNEN SIE DAS BESTE AUS DER ANSTEHENDEN „ERHOLUNGSPHASE“ MACHEN – IM LOKALEN SHOP UND AUF DEN DIGITALEN KANÄLEN:

 

Kein anderes Ereignis der letzten Jahre hatte weltweit so gravierende Auswirkungen auf den Konsum wie die Corona-Pandemie. Dabei wurde der bereits existierende Strukturwandel stark beschleunigt. Die Krise war jedoch nicht die Ursache, sondern eher Treiber und Beschleuniger von bereits vorhandenen Entwicklungstendenzen. Aktuell stehen viele Unternehmer:innen vor der Herausforderung, die aus den Veränderungen erfolgenden Dynamiken zu erkennen. Damit können sie auf die gegenwärtigen Entwicklungen reagieren und das Zusammenspiel zwischen Online- und stationärem Handel auf dem Weg ins „neue Normal“ nach der Krise besser verstehen.

Im vergangenen Jahr hat sich die Art des Konsums tiefgreifend verändert. Bedingt durch die soziale Distanzierung und die meist vorübergehende – teilweise aber auch dauerhafte – Geschäftsschließungen wandten sich die Konsument:innen vermehrt dem E-Commerce und den Online-Shops zu. Von jetzt auf gleich begünstigte die Krise einen enormen Digitalisierungsschub. Auf einmal mussten auch Unternehmer:innen, die bislang skeptisch waren, umdenken. So wurde die Digitalisierung fast schon vom Problem zur Lösung, und die Ladentheken wurden quasi virtuell erweitert. Zudem gewannen besonders in der Corona-Pandemie soziale Medien als Informationskanäle noch mehr an Bedeutung. Inzwischen ermöglichen es vielerorts die überarbeiteten digitalen Geschäftsmodelle, über verschiedene Kanäle und Kontaktpunkte mit den Kund:innen in Kontakt zu treten. Daran sollten wir festhalten… 😊

Willkommen im „neuen Normal“?

Momentan werden schrittweise die Lockdown-Maßnahmen zurückgefahren. Deswegen können auch die Ladengeschäfte vor Ort wieder öffnen. Sie erhoffen sich kauffreudige Kundschaft, die wieder in die Geschäfte kommt und parallel das Online-Business weiter anhebt.

Doch auch wenn es viele Gründe für Optimismus gibt, so lässt sich dennoch erkennen, dass für die klassischen mittelständischen Ladengeschäfte weiterhin mehr Digitalisierung stattfinden sollte. Aber wie können Unternehmer:innen das Beste aus der nun anstehenden „Erholungsphase“ machen – sowohl im stationären Handel als auch auf den digitalen Kanälen?

Die Kombination von Offline- und Online-Konsum

Während der Krise gab es bei den Händler:innen je nach Branche, strategischer Ausrichtung sowie unternehmerischer Agilität, Gewinner:innen und Verlierer:innen. Was bei allen gleich war: Seit Beginn der Pandemie befassen sich die Verbraucher:innen noch mehr mit den Möglichkeiten des Online-Einkaufs.

Zudem lässt sich aber auch vielerorts feststellen, dass die Wertschätzung für den stationären Handel als lokalem Kontakt- und Kommunikationspunkt mit Servicequalität wieder zunimmt. Während Umfragen zwar belegten, dass die Verbraucher:innen weiterhin den Wunsch nach Bequemlichkeit haben, stellt sich auch heraus, dass diese ebenfalls Erlebnisse wünschen. Und diese kann der E-Commerce nicht bieten.

Deswegen sollten sich Unternehmen noch bewusster darüber sein, dass digitale Kanäle zwar zunehmend von der Kundschaft genutzt werden, um dort gezielt nach den passenden Dienstleistungen oder Produkten zu suchen. Konsumiert wird dann online oder eben auch vor Ort. Besonders Handelsunternehmen sollten also beides bedienen, um Online- und Offline-Konsum mithilfe von sogenannter „Cross-Channel-Aktivitäten“ ermöglichen zu können.

Ja, während des Lockdowns haben sich Online-Shops als unkomplizierte virtuelle Adressen mit einem fast endlos wirkendem Produktsortiment etabliert. Aus diesem Grund lässt sich vermutlich schwer vergessen, wie bequem es war – von wo aus auch immer – Artikel, Preise und Verfügbarkeit zu vergleichen bzw. direkt zu kaufen.

Aufgrund von Bequemlichkeit, sozialer Distanz, der Vorteile eines breiteren Sortiments sowie detaillierter Produktinformationen hat sich das Einkaufen während der Pandemie auf das Internet verlagert. Trotzdem bevorzugen viele Verbraucher:innen weiterhin den persönlichen Einkauf. Denn was in der Online-Welt fehlt, ist das Erleben, Anfassen, Riechen, An- bzw. Ausprobieren und die persönliche Vor-Ort-Beratung. Mit dem Abflachen der Pandemie gibt es für viele Verbraucher:innen also wieder einige Gründe für das Einkaufen im Ladengeschäft, was auch nationale und internationale Umfragen bestätigen.

Immer am Puls der Zeit – bei Verbraucher:innen und in den passenden Kanälen

Innovative Unternehmer:innen haben inzwischen erkannt, dass jeder Kundenkontakt auf eine bestmögliche Kaufwahrscheinlichkeit optimiert werden muss. Dabei führt eine Differenzierung von on- und offline nicht zum Ziel. Deshalb gibt es mittlerweile vielerorts überarbeitete digitale Geschäftsmodelle, die es ermöglichen, über verschiedene Kanäle und Kontaktpunkte mit den Kund:innen in Kontakt zu treten. Diese sind online und offline aufeinander abgestimmt und machen sich die neuen Technologien zu Nutze. Mit Hilfe solcher Cross- bzw. Multi-Channel-Aktivitäten verschmelzen also die einzelnen Kanäle. Handelsunternehmen sollten daher die stationären Ladengeschäfte als einen Kanal im Kontext einer Gesamtstrategie sehen.

Customer Journey: Die Einkaufsreisen der Kundschaft verstehen

Potentielle Kund:innen entscheiden sich für gewöhnlich nicht schon beim Erstkontakt zum Kauf. Erfährt eine Person von einem interessanten Produkt bzw. Dienstleistung (z.B. durch Werbung oder eine persönliche Empfehlung), wird sich erstmal darüber informiert, es werden Vor- und Nachteile abgewogen oder Anbieter:innen und Preise verglichen.

Ob online oder offline: Jeder Schritt einer solchen individuellen Kundenreisen bietet dem Unternehmen Möglichkeiten, in Kontakt zu treten. So kann eine bereits bestehende persönliche Kundenbeziehung gestärkt oder eine neue aufgebaut werden. „Customer Journey“ ist hier die englische Bezeichnung für den Kaufweg der potentiellen Kundschaft – angefangen beim Wunsch, oder dem Bedarf, über die Recherche und Kontaktaufnahme, bis hin zum Kaufabschluss. Und im Verlauf dieser idealtypischen Kundenreise, also der sinnbildlichen Reise der Kund:innen beim Einkauf, ist es ratsam möglichst viele Kontakt- bzw. Berührungspunkte herbeizuführen.

Hintergrund Customer Journey

Übrigens gibt es dafür folgenden Hintergrund: Das Modell einer solchen „Customer Journey“ beschreibt die Reise der einzelnen Kund:innen entlang des Einkaufs. Ein solcher Einkaufsprozess kann in einzelne Zyklen unterteilt werden. Dabei bringen in jeder Phase die Kund:innen unterschiedliche Anforderungen an das Unternehmen mit sich. Also bringt jede Situation unterschiedliche Möglichkeiten, Berührungspunkte ( = „Touchpoints“) zur Kundschaft aufzubauen, die dann zu einem (hoffentlich) positiven Erlebnis und der Erfüllung der Kundenbedürfnisse beitragen.

Natürlich sollte diese Kundenreise kein einmaliger Prozess bleiben. Durch die Entwicklung eines stimmigen Kundenerlebnisses am Verkaufsort (=Point of Sale) sowie die Pflege der Kundenbindung wiederholt sich ein Einkauf. Somit entsteht also ein Kreislauf und konkurrierende Unternehmen werden von der Kundschaft dann bestenfalls gar nicht wahrgenommen. Denn die Kundschaft hat ja die Aufmerksamkeit nur auf Ihr Unternehmen gerichtet. 👀💯 🥳.

 ➜ Die Customer Journey beschreibt die Reise der einzelnen Kund:innen entlang ihres Einkaufs.

Ein solcher Einkaufsprozess kann in einzelne Phasen unterteilt werden. Jede Phase bringt unterschiedliche Berührungspunkte (=Touchpoints) zur/zum Kund:in zu schaffen, die dann zu einem Erlebnis beitragen.

Kontaktpunkte als Erfolgsfaktoren und die Integration stationärer Shopping-Erlebnisse

Ich hoffe, Ihnen wird gerade (wieder) verdeutlicht, dass solche Kontaktpunkte die Basis im Bewusstsein der Kund:innen sind. Und für das Unternehmen sind sie ein entscheidender Erfolgsfaktor. Denn genau darüber kann eine Beziehung zum Unternehmen und den Produkten bzw. Dienstleistungen aufgebaut werden – oder eben auch nicht…

Für die unternehmerische Strategieplanung ist es wichtig, dass sich alle Betroffenen über die unterschiedlichen Eigenschaften der Kanäle und Marketinginstrumente im Klaren sind. Jede kommunikative Maßnahme sollte entsprechend der Nutzungsgewohnheiten der Kundschaft (bzw. klar definierten Zielgruppen) geplant und umgesetzt werden.

Was die Schaffung weiterer Kontaktpunkte in den Ladengeschäften betrifft, so ist es empfehlenswert, erweiterte Einkaufserlebnisse und mehr Vor-Ort-Service zu etablieren.

Vom neuen Zeitalter der Händlerbeziehungen

Sowohl die Verzahnung der Online-und Offline-Kanäle als auch die Integration von stationären Shopping-Erlebnissen gewinnt weiter an Bedeutung. Das haben wir hoffentlich alle inzwischen verstanden 😎. Zudem ist es auch weiterhin interessant, dass 73 % der Verbraucher:innen heutzutage auf mehreren Kanälen einkaufen. Daher sollte es für Produzenten bzw. Marken ( = „Brands“) erstrebenswert sein, auf möglichst vielen davon vertreten zu sein – also auch bei Online-Shops von Handelsunternehmen. Aber bitte, bitte vergessen Sie bei allem Enthusiasmus nie Ihre Strategie (also Ihren Big Plan). Es ist wichtig, nur dort zu sein, wo auch die Zielgruppe unterwegs ist… Kommen wir also wieder zurück zu den produzierenden bzw. herstellenden Unternehmen und Marken: Für diese sind positive Beziehungen zum weiterhin wachsenden Händlernetzwerk auch sehr wichtig um zu gewährleisten, dass Unternehmensdarstellung sowie alle strategischen und taktischen Maßnahmen einheitlich bleiben. Wichtig ist, dass in der Markenkommunikation keine Unstimmigkeiten auftreten. Image, Branding und Produkt müssen eine Einheit bilden. Denn wer möchte schon ein verwässertes Image oder verwirrte Endkunden, weil die Werbebotschaften nicht mehr klar transportiert und interpretiert werden?! Andererseits besteht bei den Händler:innen oftmals die Sorge, dass die Produzenten bzw. Marken mit den neu entdeckten Vertriebskanälen wie z.B. Online-Marktplätze oder eigene Direct-to-Consumer-Websites weiter in die Offensive gehen. Viele Brands konnten nur wegen dieser „digitalen Schaufenster“ die Krise überleben. Allerdings hat sich durch die Schaffung dieser digitalen Schaufenster auch eine neue Online-Kundenbasis entwickelt. (Oder wie man so schön im Marketing sagt: Die Brands sind neue Markt-Teilnehmer:innen geworden 🤓). Tataaa, und entstanden ist auch hier etwas, nämlich eine neue Ausgangsbasis für das Überdenken der Händlerbeziehungen. Wirksame, erfolgsversprechende Beziehungen zwischen Produzent und Handel sollten daher unbedingt sichergestellt werden! Wie so oft im Leben sind auch bei dieser Kooperationsform Maßnahmen empfehlenswert, die für beide Seiten Vorteile bringen und Synergien schaffen. 😊 Beispielhaft wären u.a. gemeinsame Verkaufsaktionen, regionale Händlerempfehlungen, kollektive Werbekampagnen, direkte Einbindungen in Strategien bzw. taktische Maßnahmen uvm.

FAZIT: FANGEN SIE AN – MACHEN SIE WEITER – BLEIBEN SIE DRAN

Sind das nicht tolle Perspektiven? Also fangen Sie mit den Um- und Neudenken an, oder machen Sie weiter, und bleiben Sie auf jeden Fall dran! Und sollten Sie ins Grübeln kommen, dann nehmen Sie sich zum Beispiel das Modell der Customer Journey zur Hand, und definieren Sie die möglichen Touchpoints der Einkaufsreisen Ihrer Kundschaft. Ich verspreche Ihnen, dass das Herausarbeiten solcher Kontaktpunkte viel Klarheit bringt. Zudem sind Sie quasi „gezwungen“, Ihre Ich-Perspektive zu verlassen. Das ist manchmal gar nicht so schlecht und total spannend. 😃 Denn erst dann ist es möglich, andere Perspektiven einzunehmen und vor allem lässt sich so manche Sichweise der Verbraucher:innen nachvollziehen. Denn diese sind, wie wir ja alles wissen, die König:innen 👑 . Und deren Bedürfnisse sind eine Basis für die Ausrichtung der strategischen und taktischen Online- und Offline- Maßnahmen.

Sollten Sie Fragen, Anregungen, Ideen haben oder wenn Sie an Ihrem Business arbeiten möchten, dann kontaktieren Sie mich gerne.

 

➡️ Übrigens kann meine Beratung auch staatlich gefördert werden. Das Land Hessen fördert zum Beispiel neben der klassischen Gründungsberatung auch die Beratung zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen sowie Produkten und Dienstleistungen. Darüber hinaus kann die vom Land Hessen geförderte Perspektivenberatung Unternehmen unterstützen, die sich bedingt durch die Corona-Krise in eine unternehmerische Schieflage befinden. Klingt spannend? Ist es auch. 😊 Ich bin gelistete Beraterin beim RKW Hessen. Schauen Sie gerne dort online vorbei oder kontaktieren Sie mich unverbindlich, um alles weitere zu besprechen.

Und weil ich ein Fan der Digitalisierung bin, können Sie gerne sofort in meinem Kalender ein kostenfreies Erstgespräch buchen, in dem wir gemeinsam besprechen, wie wir Ihre Business auf das nächste Level heben. Lassen Sie uns anpacken, was vor Ihnen liegt.
Ich freue mich auf Sie und unser Kennenlernen. 👋

 👉 Anmerkung: Dieser Beitrag ist während der Corona-Krise entstanden und berücksichtigt möglicherweise nicht die jüngsten, Corona-bedingten Entwicklungen.

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3 Dinge, die Sie über Motivation wissen sollten

3 Dinge, die Sie über Motivation wissen sollten

WELCHE ARTEN VON MOTIVATION GIBT ES?

 

Wenn es um Ziele geht, dann ist Motivation ein grundlegender Erfolgsfaktor dafür. Erst durch sie entwickeln wir die Bereitschaft für Anstrengung, Durchhaltevermögen, Weiterentwicklung und manchmal auch das Gehen von Umwegen. Doch welche Motive und Beweggründe stecken dahinter?

VOM GELD ALS MOTIVATOR

„Geld allein macht nicht glücklich, aber es beruhigt.“ Was der Volksmund schon lange weiß, bestätigt auch die Wissenschaft: Viele Forscher:innen sind der Frage nachgegangen, ob Geld allein glücklich macht. Die Ergebnisse zeigen auf, dass Geld nur in gewissem Maße für das Glücksempfinden verantwortlich ist. So macht selbst den reichsten Menschen das Geld allein nicht glücklich. Denn es gibt noch weitere Faktoren für die individuelle Zufriedenheit. Bei Überlegungen zum Einfluss von Geld auf diese, werden auch Einflussfaktoren wie z.B. Gesundheit, Liebe und Sozialverhalten miteinbezogen.

So steht der Zusammenhang von Geld und Glück in einer vielschichtigen Wechselwirkung, die selten den einfachen Schluss zulässt, dass mehr Geld auch größeres Glück bedeutet. Und die Auffassung, dass Geld die Nerven beruhigt, sagt auch viel über die eigene Motivation aus. Zeigt sie vielleicht auf, was wir benötigen, um motiviert zu sein? Da ist sicherlich zum einen das Gefühl von Sicherheit. Daneben gibt es bekanntermaßen noch weitere Bedürfnisse.

Grundlegende Kenntnisse von Motivation können helfen, Maßnahmen besser zu verstehen und effektiver auf Handlungsweisen abzustimmen, um zufrieden zu sein und unsere Ziele motiviert anzugehen. Na dann legen wir hier mal direkt los… 😎

Über Motivation – oder eher keine Motivation…

„Irgendwie fehlt mir in letzter Zeit im beruflichen Alltag der Schwung. Oft ertappe ich mich dabei, wie ich Aufgaben immer wieder auf den nächsten Tag verschiebe. Vieles erledige ich nur noch halbherzig. Manchmal frage ich mich, für was ich das hier alles mache – und für wen. Mit der Corona-Pandemie ist es noch anstrengender geworden: Kurzarbeit, Unsicherheit, Planlosigkeit im Job, rastlose Gedanken, zurückgehende Motivation. Aktuell bin ich froh, wenn das Wochenende kommt und ich weder Kolleg:innen noch Kund:innen sehen muss. Also manchmal erkenne ich mich selbst nicht mehr. Ich verstehe nicht, was mit mir los ist.“ Jan, Teamleitung in einem mittelständischen Unternehmen, kontaktierte mich erstmals vor ein paar Wochen wegen eines Coaching…

Was genau ist eigentlich Motivation?

Motivation ist die Gesamtheit aller Beweggründe (Motive), warum wir das tun, was wir tun. Der Begriff „Motivation“ kommt vom lateinischen Verb „movere“ (= bewegen, antreiben). Eigentlich ganz logisch, oder? Und ich hoffe jetzt, das Ihr zielgerichtetes Verhalten weiterhin auf dem Lesen meines Blog-Beitrags liegt. 🤓 Denn jetzt kommen wir direkt zu den drei wichtigen Erkenntnissen der Motivation.

➡️ Ohne Motivation geht’s nicht

Ob berufliche Pläne und Projekte, alltägliche Aufgaben oder auch Ziele beim Sport bzw. anderen Hobbies: Erst eine richtig gute Portion Motivation gibt uns die Energie zum Loslegen, Umsetzen und Dranbleiben. Oftmals entscheiden die eigenen Gedanken und die Motivation darüber, ob wir eine Welle der Veränderung surfen möchten. Und sie können auch bestimmen, ob wir zum Spielball der äußeren Umstände werden.
Unser Verhalten ist zielgerichtet oder zielstrebig. Aber um diese Ziele zu erreichen, benötigen wir einen Anreiz, einen Antrieb und echtes Interesse. Motivation stillt verschiedenste Bedürfnisse. Somit ist sie bei all unseren Handlungen dabei. Aber wir folgen ihr in den meisten Fällen nur unbewusst.

Mit mehr Geld als Anreiz (z.B. höheres Einkommen, Bonuszahlungen, Gehaltserhöhungen) können wir die Grund- und Existenzbedürfnisse stillen. Und auch das Bedürfnis nach Sicherheit ist befriedigt, indem wir eine Wohnung oder ein Haus besitzen. Allerdings ist es fraglich, ob hier wirklich nur das Geld die treibende Kraft sein kann?

Übrigens gibt es zwei Arten der Motivation, die sich aus unterschiedlichen Anreizen ableiten. Darüber ist sich auch die Wissenschaft weitgehend einig. Unterschieden werden zwei gegensätzliche Pole: die sogenannte intrinsische Motivation und deren Gegenstück, die extrinsische Motivation. Während die intrinsische Motivation von innen heraus kommt, also von uns selbst, wird die extrinsische Motivation von äußeren Anreizen und Faktoren angeregt und verstärkt.

Mit der intrinsischen Motivation sind höhere Zufriedenheit und bessere Leistungen verbunden. Und wir werden von eigenen Wünschen sowie Zielen angetrieben. Ganz allein entscheidend ist bei der intrinsischen Motivation, was uns selbst inspiriert und anspornt.

Bei der extrinsischen Motivation erbringen wir bestimmte Leistungen, weil wir uns davon einen Vorteil in Form von einer Belohnung versprechen ( z.B. Geld verdienen, sozialer Status, Macht, Ruhm, Zugehörigkeit) oder Nachteile vermeiden möchten (z.B. Strafen, Sanktionen).

➡️ Motivation kann sich schrittweise ändern

Die Bedürfnispyramide des US-amerikanischen Verhaltensforschers Abraham Maslow zeigt die Antreiber für menschliche Motivation auf. In einer hierarchischen Struktur beschreibt das Modell in vereinfachter Form menschliche Bedürfnisse und Motivationen. Dabei bauen verschiedene Bedürfnisse aufeinander auf, wobei sie auch mit der höheren oder niedrigeren Ebene überlagern können.

Luft und Wasser, ein Dach über den Kopf, ausreichend Essen, Kleidung etc. zählen nach Maslow zu unseren Grundbedürfnissen, die unsere Existenz sichern. Direkt danach ist Sicherheit wichtig: Wer immer wieder die Sorge hat, den Job zu verlieren, macht sich bestimmt weniger Gedanken darüber, ob z.B. im eigenen Tätigkeitsbereich die Kreativität ausreichend ausgelebt werden kann.

Sind die Grundbedürfnisse und der Wunsch nach Sicherheit gestillt, werden andere Dinge wichtiger. Dann möchten wir mehr und es werden soziale Bedürfnisse wie z.B. die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft oder sozialen Netzwerken bedeutsam. Gefolgt von den Individualbedürfnissen (Freiheit, Selbstachtung, Selbstvertrauen, Anerkennung durch andere Personen, Erfolg) steht an oberster Spitze der maslowschen Pyramide das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Hier werden die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und Fähigkeiten fokussiert.

Die oberste Ebene, die Selbstverwirklichung, ist ein Wachstumsbedürfnis. Es ist nie vollständig befriedigt und bleibt immer eine ständige Motivationsquelle.

➡️ Motivation und Sinnhaftigkeit als Treiber

Die Bedürfnishierarchie nach Maslow beschreibt auch, warum wir Menschen bereit sind, Arbeit und Energie zu investieren oder auch Einbußen hinzunehmen, nur um etwas zu erreichen. Wir befriedigen damit unsere wesentlichen Bedürfnisse – jede:r auf unterschiedliche Art und Weise.

Mit der eigenen Arbeit etwas zu bewirken, die eigenen Stärken einzusetzen, kreativ und innovativ zu sein, die individuellen Werte im Beruf zu leben – das und vieles mehr gibt unseren Handlungsweisen einen tieferen Sinn. Und es stellt eine wichtige Motivationsgrundlage dar. Folglich sind Motivation und Sinnhaftigkeit die entscheidenden Treiber zum Loslegen, Umsetzen und Dranbleiben.

Während wir über die Bedürfnispyramide sprechen, wird Jan nachdenklich: „Durch die Kurzarbeit gibt es bei der Geschäftsführung schon seit längerem Überlegungen darüber, ob die eine Niederlassung geschlossen wird. Lange habe ich mir darüber Gedanken gemacht, wo ich dann hinkomme und wie meine Aufgabenbereiche aussehen werden. Das hat mich schon letztes Jahr so verunsichert, dass ich privat eine Fortbildung absolviert habe. Die Unsicherheit besteht weiterhin und Corona wird erstmal dableiben. Deswegen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um einen neuen beruflichen Plan zu schmieden. Und Ideen hatte ich bisher eigentlich immer viele…“

Was benötigen Sie zum Loslegen?

Entscheidend für die Lebenszufriedenheit ist, dass wichtige Rahmenbedingungen stimmen. Sollten Sie sich bezüglich Ihrer Rahmenbedingungen unklar sein, können Sie sich die folgenden Fragen stellen:

• Was möchte ich mit meiner Arbeit wirklich erreichen?
• Bei welchen Aufgaben kann ich mich besonders verwirklichen?
• Gibt es Raum für meine eigenen Ideen?
• Mit welchen meiner Aufgaben kann ich mich wirklich identifizieren?
• Mit wem arbeite ich gerne daran?
• Wer schätzt meine Arbeit?

Das sind spannende Fragen, oder? Und aus den Antworten können Sie vieles über Ihre eigene Motivation ableiten und auch erkennen, was Erfolg und Zufriedenheit für Sie bedeuten. Viel Spaß dabei und gutes Gelingen. 😊

Und sollten Sie Fragen oder das Bedürfnis haben, an Ihrer Motivation zu arbeiten, dann kontaktieren Sie mich gerne. Ich freue mich über jede Kontaktaufnahme. 👋

HABEN SIE FRAGEN?

Weitere Fragen können wir gerne in einem kostenfreien Gespräch klären. Klicken Sie hier, um ganz einfach einen unverbindlichen Termin zu vereinbaren oder kontaktieren Sie mich gerne direkt. Ich freue mich auf Sie.

NEWS

los gehts!

Chancen und Möglichkeiten in der Krise

Chancen und Möglichkeiten in der Krise

WIE SIE IN CORONA-ZEITEN IHR UNTERNEHMEN AUF WACHSTUM AUSRICHTEN:

Nachdem in den letzten Jahren so viele Erfolgsgeschichten auf Unternehmensseite geschrieben wurden, sorgt das Corona-Virus nun für ein gehöriges Chaos. Wer hätte noch vor ein paar Monaten mit einem derartigen Ausnahmezustand in Deutschland und auf der ganzen Welt gerechnet? In diesem Blog-Beitrag geht es um Chancen in der Krise und welche neuen Möglichkeiten sich möglicherweise sogar daraus für Unternehmer:innen ergeben können. Und Sie erfahren, warum es sich nach wie vor und vielleicht sogar gerade jetzt lohnt, an der strategischen Ausrichtung zu arbeiten.

Wir stehen vor Herausforderungen, die sich unsere Gesellschaften weltweit bis vor Kurzem nicht hätten vorstellen können – abgesehen von einigen Science Fiction Autor:innen. 📘 Weiterhin erwische ich mich manchmal dabei, dass ich einfach nicht glauben mag, was da passiert in der Welt. 😷 Und die Ausbreitung des Corona-Virus bringt nicht nur gesundheitliche Konsequenzen mit sich.

Obwohl der Schutz der Menschen und das Verlangsamen der Virus-Ausbreitung oberste Priorität haben müssen, stehen viele Unternehmen vor immensen Herausforderungen: geschlossene Geschäftsräume und Produktionen, Ausfälle von Veranstaltungen und eine zum Erliegen kommende Live-Kommunikation – keine Aufträge, keine Einnahmen, keine Sichtbarkeit, keine Kundenbindung, keine Reichweite, Kurzarbeit.

Corona-Krise als strategischer Wendepunkt

Die Corona-Krise ist auch wirtschaftlich betrachtet gnadenlos: sie zeigt, ob ein Geschäftsmodell „systemrelevant“ ist und sie hält für jedes Unternehmen ein eigenes Schicksal bereit. Während manche Betriebe Umsatzrekorde aufstellen, müssen andere Unternehmen – und sogar ganze Branchen – um ihre Existenz kämpfen. Auch sonst gut gerüstete Betriebe sind auf einmal bedroht, weil Zulieferketten oder die Kundennachfragen wegbrechen.

Wie weit die Krise mit ihrer zerstörenden Kraft in Unternehmen einschlägt, hängt auch stark von der strategischen und operativen Grundausrichtung des Unternehmens ab. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich als Unternehmer:in konsequent mit den notwendigen Aufgaben zur Bewältigung der Krise beschäftigen.

Gerade jetzt sehen wir, wie schnell sich Märkte, Marktstrukturen und auch Wettbewerbsintensitäten verändern können. Wenn sich Märkte massiv wandeln, dann sind die unternehmerische Ausrichtung, die zielmarktkonforme Positionierung sowie alle Marketingstrategien auf den Prüfstand zu stellen und an die aktuellen Marktbedingungen anzupassen. Hier geht es darum, alle Voraussetzungen im Unternehmen für die Umsetzung der veränderten Strategien zu schaffen, denn auch Inhaber:in, Management, Mitarbeiter:innen verändern und entwickeln sich während der Corona-Krise.

Und jetzt mal Positives: 😊 Auch diese Krise wird irgendwann vorbei sein! Deshalb lohnt es sich, schon jetzt den Blick auf die Zukunft zu richten. Krisen können die Zeiten von Unternehmer:innen sein, denn unabhängig davon, ob Sie Corona-Leid-Tragende:r sind oder auch nicht: Turbulente Zeit sollten unternehmerisch genutzt werden.

Zudem beschleunigen Krisen Veränderungsprozesse, die bereits seit längerer Zeit im Gang sind. Dazu gehört besonders die Digitalisierung und die damit verbundene Automatisierung vieler Prozesse. Wer jetzt frei werdende Zeit nutzt, um das Business zu digitalisieren, stellt sich nicht nur für die Zeit nach Corona, sondern auch für die Zeit während der Pandemie zukunftsorientiert auf.

Die Kuh muss erstmal vom Eis geholt werden – für den kurz- und langfristigen Erfolg

„Was hat die Kuh hier in dem Zusammenhang zu suchen?“ Nun, sie kam mir einfach eben in den Sinn… 😊 Kennen Sie diese Redewendung mit der Notwendigkeit, die Kuh zu retten, die sich im Winter auf einen zugefrorenen See verirrt hat? Ich habe sie vor einigen Jahren erstmals von einer Geschäftspartnerin gehört und war zunächst verdutzt… heute schmunzle ich noch immer über die Situation, die übrigens geglückt ist.

Der Landwirt ist auf die Kuh angewiesen, weil sie ihm Milch oder Fleisch liefert, das er wiederum verkauft. 🐄 Davon lebt er. Weil eine Kuh ca. 600-700kg wiegt, ist die Gefahr sehr groß, dass das Eis unter ihr nachgibt und sie ertrinkt. Also muss der Landwirt schnell und umsichtig handeln, um sie zu retten.

Das einzig Beständige ist die Veränderung

Die Corona-Krise ist hart und schwer – für die Gesellschaft, für die Wirtschaft, für Unternehmen, für das Management. Aber in ihr liegt auch die Chance, jetzt an der Zukunft zu arbeiten. Unternehmer:innen und Macher:innen müssen diese Phase der Veränderung nutzen, um kurzfristig erstmal die Kuh vom Eis zu holen und langfristig das Unternehmen resilienter für zukünftige ungeplante Ereignisse zu machen.

Was jetzt gefragt ist: eine gute ausgeklügelte Strategie mit dazu gehörigem Maßnahmenplan, der dabei unterstützt, Umsatzeinbrüche – zumindest in Teilen – zu kompensieren und das Unternehmen weiter zu führen. Egal, wie viel das Problem wiegt und wie fest der Boden darunter ist.

Neu denken, die strategische Ausrichtung anpassen, zielmarktkonform agieren

Kurzfristig haben Sie sicherlich viele unternehmerische Weichen gestellt und möglicherweise auch schon staatliche Unterstützung erhalten. Im nächsten Schritt ist es wichtig, sich für die Zeit während und besonders nach der Krise richtig aufzustellen. Ziel muss sein, als Unternehmen gestärkt aus der Krise herauszugehen, die neuen Anforderungen des Marktes zu erfüllen, dem Wettbewerb zu begegnen und das Unternehmen kurz- und langfristig wieder erfolgreich zu machen. Wenn Sie wissen, wie es geht, dann lässt sich durch ein strategisches Wachstumsmanagement die Krise nicht nur überleben, sondern als Gewinner:in daraus hervorgehen. 💪

In fünf Schritten die Strategie der Corona-Krise anpassen:

✅ Schritt 1: Ist-Analyse Unternehmen:

Ohne Ist kein Soll, daher ist die strukturierte, kontinuierliche Analyse des Status Quo der wichtigste Ausgangspunkt. Verschaffen Sie sich also einen fundierten Überblick über den Status des Unternehmens und der Branche. Ohne einer solchen Situationsanalyse läuft das Unternehmen Gefahr, wegen unvollständiger oder falscher Basisinformationen in den weiteren Schritten Fehlentscheidungen zu treffen.

 

✅ Schritt 2: Ist-Analyse Zielmarkt und Kundenbedürfnisse:

Die Auswirkungen der Krise sind je nach Markt extrem unterschiedlich. Von totalem Zusammenbruch wie im Tourismus und der Veranstaltungsbranche bis hin zu rasanten Anstiegen bei Lieferdiensten oder Online Shops. Während wir uns alle an die neue Virus-Realität anpassen, verändern sich Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Kundschaft.

Verschaffen Sie sich also auch hier einen Überblick, wo es Veränderungen, Einbrüche, Chancen und Risiken gibt.

 

✅ Schritt 3: Ist-Analyse Angebot und Kundennutzen:

Das Verhalten von Kund:innen und Konsum hat sich nachhaltig verändert. Viele Trends wurden von der Krise ausgelöst oder verstärkt, die uns sicherlich langfristig erhalten bleiben. Daran muss das Angebot und mögliche Vertriebsstrukturen kurz- und langfristig zukunftssicher ausgerichtet werden. Hilfreich ist bei diesen Überlegungen auch das Model der 4Ps.

Überprüfen Sie, was Bestand hat und wo Stellschrauben gedreht werden müssen, damit sich Ihr Business den neuen Rahmenbedingungen anpasst. Daher bitte nicht vergessen: Leben ist permanente Veränderung. Wer sich gegen den Wandel wehrt und nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit…

Die Steigerung des Kundennutzens durch das Angebot ist Ihr Hauptziel. Allerdings ist es auch wichtig, zeitgemäße Nutzenpotenziale (z.B. spezieller Service) zu erkennen, die über den Grundnutzen hinaus geeignet sind, den Wert für die Kundschaft zu verstärken, um damit mögliche strategische Wettbewerbsvorteile zu realisieren.

 

✅ Schritt 4: Entwicklung zielmarktkonformer AngebotE:

Sollte Ihr Markt stark eingebrochen sein, ist es besonders wichtig, jetzt auch etwas kreativ zu sein: Markterfolge werden nicht nur durch analytische Vorgehensweisen erzielt, sondern auch durch kreative und innovative Problemlösungen erreicht. Schauen Sie auf die Stärken und Besonderheiten des Unternehmens und entwickeln Sie einzigartige und innovative Ideen, welche speziellen Produkte/Dienstleistungen/Services angeboten werden können.

Also denken Sie um und denken Sie neu: Wir alle müssen jetzt umdenken – manche mehr, manche weniger. Die Krise lässt sich nur meistern, wenn wir uns mit ihr auseinandersetzen. Und irgendwann in der Zukunft werden wir sehen, welche innovativen Ideen, Trends und Geschäftsmodelle die Krise aktiviert hat.

Ihr Markt boomt? Gratulation – halten Sie dennoch im Blick, ob und wo Sie auf Lieferengpässe zusteuern könnten. Beobachten Sie auch den Wettbewerb hinsichtlich Preisentwicklungen und Lieferfähigkeiten. Zudem ist in Bezug auf Wachstumsmöglichkeiten jetzt der richtige Zeitpunkt, sich strategisch auf „Post-Corona“ vorzubereiten.

 

✅ Schritt 5: Anpassung zielgruppenkonformeR Marketing- und Kommunikationsplanung:

Es geht nun an die Anpassung von Online- und Offline-Maßnahmen. Kurzfristig sollten alle Maßnahmen weiter gestärkt werden, die direkt Interessent:innen (= „Leads“) und natürlich Verkäufe bringen. Sofern es keinen totalen Markteinbruch gibt, sollten nicht impulsiv alle Aktivitäten weiter runtergefahren werden.

Passen Sie die Kommunikation an, gehen Sie auf Sorgen und Wünsche ein und greifen Sie aktuelle Themen auf, ohne mit der Krise zu werben. Es ist ratsam, auch Online- und Offline alle Informationen und Botschaften anzugleichen. Weiterhin sind Lieferzeiten, Verfügbarkeiten und Sicherheitsmaßnahmen wichtige Themen.

Denken Sie bei allen geplanten Maßnahmen daran, interne und externe Bereiche (z.B. Vertriebs- und Kooperationspartner:innen) zu integrieren und über die einzelnen Schritte in Kenntnis zu setzen. Die Koordination ist wichtig für eine erfolgreiche Umsetzung. Zudem werden Synergieeffekte ausgeschöpft und die Wirkungen der Marketingmaßnahmen erhöht.

Fazit: Fangen Sie an – machen Sie weiter – geben Sie nicht auf

Lust auf positive Ansteckung von Motivation – für mehr Klarheit und innovative Ansätze? Möchten Sie mit einer Expertin Ihre Schlüsselstrategie überdenken oder Ihre Exit-Strategie entwickeln? Klarheit, neue Inspiration und frische Denkansätze gewinnen? Dann kontaktieren Sie mich gerne direkt, vereinbaren Sie einen kostenfreien Kennenlern-Termin und wir entscheiden gemeinsam, ob wir an Ihrer strategischen Ausrichtung und/oder zielmarktkonformen Positionierung arbeiten möchten.

 👉 Anmerkung: Dieser Beitrag ist während der Corona-Krise entstanden und berücksichtigt möglicherweise nicht die jüngsten, Corona-bedingten Entwicklungen.

Infografik: Das passiert in einer Minute im Internet

Infografik: Das passiert in einer Minute im Internet

EMAILS, INSTAGRAM, WHATSAPP, NETFLIX & CO. – DIE WELT IST VERNETZT: 

Sechzig Sekunden vergehen schnell. Und in dieser Zeitspanne passiert so einiges im Internet. Die alljährlich veröffentlichte Infografik von Loris Lewis und Chad Callahan zeigt dies.

Was passiert in einer Minute im Internet?

Ob geschäftlich oder privat – die analoge Welt verlagert sich immer mehr in den digitalen Bereich. Und mit dem Smartphone sind wir quasi rund um die Uhr online. Hier noch schnell eine Nachricht schreiben, da noch etwas googlen, dann noch etwas bestellen und nach Hause liefern lassen. Alles erledigt mit ein paar Klicks.

In der vergangenen Minute haben Sie vermutlich diesen Blogbeitrag geöffnet und bis hierhin gelesen. Sehr gute Entscheidung – lesen Sie gerne weiter. 😊 Während Sie hier am Lesen waren, schafften es andere in einer Minute, schnell einen Kaffee zu holen, wenn der Weg zum Kaffeeautomaten nicht zu lange ist. Gleichzeitig waren Millionen von Menschen auch aktiv – viele davon online. Was in einer einzigen Minute so im Internet passiert, zeigt die alljährliche Infografik von Loris Lewis und Chad Callahan.

Zum wiederholten Male wurde diese farbenfrohe Infografik erstellt, um uns die Internet-Nutzung zu visualisieren. Jeden Moment agieren Millionen von Menschen mit Internetseiten, Apps oder sonstigen Web-Anwendungen. Facebook, Emails, Whatsapp, Twitter, Youtube, Netflix, Instagram, Tik Tok, … Die Welt ist vernetzt. So werden in einer Minute circa 190 Millionen Emails versendet, 4,1 Millionen Google-Suchanfragen getätigt, rund 59 Millionen Nachrichten über Messenger-Dienste verschickt und knapp 1,1 Millionen US-Dollar in Online-Shops ausgegeben. Ist das nicht total spannend? Noch beeindruckender wird es im Vergleich mit den beiden Vorjahren.

Einiges los im Internet – hat sich was geändert?

Surprise, surprise: Beim Vergleich mit den beiden vorherigen Jahren fällt auf, dass die Internet-Aktivitäten weiter ansteigen. Die Social-Media-Plattform Facebook nimmt weiter zu, Email- und Nachrichten-Versand über Messenger-Dienste wachsten weiter und Instagram verzeichnet auch weiteren Anstieg. Neu in dieser Infografik ist die trendstarke Social-Media-Plattform TikTok – und sie nimmt mit 1.400 App-Downloads pro Minute stetig zu. Auch weiter stark am Wachsen ist die Video-on-Demand-Streaming-Plattform Netflix – von 266.000 geschauten Stunden im Jahr 2018, auf 764.000 Stunden in 2020 in einer Minute.

Fazit: Internetaktivität nimmt weiter zu

Alles sieht ganz danach aus, als würden die Aktivitäten im Internet auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Die bisher schon beeindruckenden Zahlen werden also sicherlich steigen – und das, was in 1 Minute im Internet passiert, wird bestimmt weiter faszinieren.

Mit dem Wissen, dass die Zahlen nicht komplett vollständig sind und durchaus eine gewisse Varianz vorhanden ist, bleibt die kommende Infografik abzuwarten, wenn sicherlich auch dort die digitalen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu erkennen sind.

Da ist einiges los in der digitalen Online-Welt. Und wie sieht es bei Ihnen aus? Welche Anwendungen nutzen Sie täglich? Wie ist Ihre Zielgruppe unterwegs und wo treffen Sie Ihre Kund:innen und potenziellen Neukund:innen am besten? Schreiben Sie mir gerne dazu. Ich freue mich, von Ihnen zu lesen. 👋

 👉 Anmerkung: Dieser Blog-Beitrag ist zu Beginn der Corona-Krise entstanden und berücksichtigt daher nicht die jüngsten, Corona-bedingten Entwicklungen.